Das „Lamm ist aus“-Rinder-Curry mit Bohnen

Rindercurry mit grünen Bohnen und Kartoffeln

Ich hole mir mittlerweile häufiger Anregungen zum Kochen von anderen Foodblogs, als aus Kochbüchern. Denn irgendwie finde ich das Stöbern via Internet praktischer. Gestern stieß ich dabei auf ein schönes Lammcurry-Rezept bei Cooking around the World. Das hat mir spontan gefallen. Bis auf Lamm waren alle Zutaten im Haus. Also schnell den Einkaufszettel ergänzt und ab zum Edeka. Normalerweise ist das eine verlässliche Quelle für Lammfleisch. Im Prinzip war das auch gestern so. Lammschulter, Lammkotelette und Lammlachse lagen in der Fleischtheke. Leider mit einem kleinen aber entscheidenden Schönheitsfehler: alles war bereits fertig mariniert! Unmariniertes Lamm war ausverkauft – sowohl die Frischware, als auch die fertig abgepackte in der Kühltheke. Da ich keine Lust hatte mein Glück noch beim Toom zu probieren und die Zeit nicht mehr gereicht hätte, um zum Metzger zu gehen, blieb nur eine Abwandlung des Rezeptes. Also kaufte ich Rindergulasch, das der Edeka in guter Qualität da hatte. Und ich muss sagen, dass Ergebnis war sehr zufriedenstellend! Bei Gelegenheit werde ich es auf jeden Fall nochmal mit Lamm probieren, aber als Rindercurry wird es schon jetzt in die „wird bestimmt wieder gekocht“-Rubrik aufgenommen.

Das Mengenverhältnis von Bohnen zu Kartoffeln kann man übrigens variieren. Wenn man Reis als Beilage servieren möchte, würde ich die Kartoffeln ganz weglassen und entweder komplett durch grüne Bohnen oder zumindest teilweise durch Karotten ersetzen.

Zutaten

  • 500 g Lammfleisch Rindergulasch
  • 2 Zwiebeln
  • 1 2-cm-Stück Ingwer
  • 3 Knoblauchzehen
  • 5 EL Erdnussöl
  • 2 reife Tomaten
  • 2 Lorbeerblätter
  • 1/2 – 1 TL Chilipulver
  • 1 EL gemahlener Koriander
  • 1 EL gemahlener Kreuzkümmel
  • 1/4 TL Kurkuma
  • 1/2 TL Garam Masala
  • 250 ml Wasser
  • 150 g Joghurt
  • Salz
  • Pfeffer
  • 300 g grüne Bohnen
  • 300 g Kartoffeln

Portionen: 4
Zubereitungszeit: 110 Minuten

Zubereitung

Die Zwiebeln, den Ingwer und die Knoblauchzehen schälen, grob zerteilen und mit dem Pürierstab zu einem Brei verarbeiten. Das Erdnussöl in einer großen Pfanne (mit Deckel) erhitzen und das Püree darin 5 – 6 Minuten braten. Es sollte leicht anfangen zu bräunen. Nicht zu lange braten, damit der Knoblauch nicht zu dunkel wird. Dann das Fleisch zugeben und weitere 6 – 7 Minuten kräftig von allen Seiten anbraten.

Die Lorbeerblätter, Salz, Pfeffer und die übrigen Gewürze dazugeben, 1 Minuten unter ständigem Rühren weiterbraten und danach mit dem Wasser ablöschen. Die Tomaten in grobe Würfel schneiden. Die Hitze reduzieren  und die Tomatenwürfel und den Joghurt unterrühren und bei kleiner Hitze mit aufgelegtem Deckel 60 Minuten leise köcheln lassen.

In der Zwischenzeit die Kartoffeln schälen und in große Würfel, die grünen Bohnen in 3 –  4 cm lange Stücke schneiden. Falls Karotten gewünscht sind, diese putzen und in dicke Scheiben schneiden. Das Gemüse dazugeben und weitere 25 – 30 Minuten schmoren. Den Deckel nicht ganz auflegen – am besten einen Kochlöffel zwischen Pfanne und Deckel klemmen – damit die Soße noch etwas einköchelt und leicht sämig wird. Mit Salz, Pfeffer und Chili scharf abschmecken.

Wer mag kann Reis oder Fladenbrot dazu servieren. Als Getränk passt ein kühles Bier besonders gut oder auch Gurken-Raita oder Lassi (das hilft vor allem, wenn’s dem einen oder anderen zu scharf sein sollte ;-))

Jürgen
Kocht gerne und fast täglich. Probiert oft Neues aus. Wenn’s sein muss, auch mal aus der Convenience-Food-Abteilung (aber wirklich nur gaaanz selten), was dann auch regelmäßig hier verbloggt wird.
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0 Kommentare zu “Das „Lamm ist aus“-Rinder-Curry mit Bohnen

  1. In der indischen Küche sind Kartoffeln und Reis kein Widerspruch … die Kartoffeln im Curry sind als Gemüse zu verstehen und schmecken mit Basmatireis ganz fantastisch. Ich würde sie auf gar keinen Fall weglassen.

  2. Hm, ist wohl nur Gewohnheit, dass wir hierzulande in der Regel Reis oder Kartoffeln als „Sättigungsbeilage“ servieren. Ich werd’s einfach mal ausprobieren.

  3. Ich kenne aus Hawaii auch Curries, in denen immer auch Kartoffeln als „Gemüse“ waren und ich finde das sehr lecker, die eher neutralen, aber weichen Kartoffeln in superwürziger Sauce…

  4. Das passiert mir auch so oft, dass man nur mariniertes Lamm bekommt – und das lasse ich liegen…

    Gute Idee, stattdessen Rind zu nehmen – und Curry ist eh immer super! Kartoffeln sind in den meisten Ländern Gemüse, genau wie die Bohnen. Wie Martina würde ich auch Reis dazu essen.

  5. @Martina, Barbara und Gabi: Nach so viel Zuspruch habe ich es ausprobiert. 😉 Und so gab es das restliche Curry dann gestern mit Basmati-Reis. Der passt wirklich gut dazu. Kartoffeln und Reis im gleichen Gericht schließen sich tatsächlich nicht aus. 🙂

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Das „Lamm ist aus“-Rinder-Curry mit Bohnen

Jürgen 15:35