Noël Cuisine, der Nachtisch

Weihnachtsküche, Marshmallowbiscuits mit Schokolade

Habe ich da was verwechselt? Wikipedia meint Marshmallows werden zu Thanksgiving in den US gegessen, oder vielmehr gegrillt. Ich glaube nicht, dass in den Staaten jemand die selbst macht. Ich wollte Marschmallows einfach mal selbst machen, aus Neugier, um zu wissen wie das geht. Und ich muss sagen, es ist durchaus Erlebnisküche. Die Marshmallowmasse aufzuschlagen ist nicht einfach, der Zuckersirup kühlt schneller ab als gedacht und die Gelatine macht ihren Job, nämlich gelieren, und zwar besser als gedacht. Zum Schluss hat man eine kaugummiartige Masse, die von allen benutzten Küchenutensilien nur mit Unmengen von Spüli und heißem Wasse abzubekommen  ist. Ich empfehle, sie an den Feiertagen mit Kindern zu machen. Vielleicht, wenn’s draußen Eisregen hat und die Purzel sowieso nicht raus wollen. Dann macht das richtig Spaß. Ich habe es mit einem 24-jährigen „Kind“ gemacht, und wir hatten echt viel Freude. Übrigens, geschmeckt haben sie lecker, ein bisschen auch durch das Vanillemark, wie die Nobelausgabe von Mäusespeck.

Zutaten für 8 Marshmallow-Biscuits
  • 90 g weiche Butter
  • 85 g brauner Zucker
  • 1 Vanilleschote
  • 1 Ei
  • 110 g Mehl
  • 110 g Vollkornmehl
  • 1 Teelöffel Backpulver
  • ½ Teelöffel Natron
  • Salz
für die Marshmallows
  • 300 g Zucker
  • 6 Blatt Gelatine
  • 20 g Honig
  • 1 Vanilleschote
  • 10 g Butter
  • 8 Teelöffel Erdbeermarmelade
  • 200 g dunkle Schokolade

Zubereitung

Den Backofen auf 180°C vorheizen. Butter, Zucker, Vanillemark schaumig schlagen. Das Ei zugeben und verrühren. Beide Mehle, Backpulver, Natron und eine Prise Salz zugeben und alles gut durchmischen. Backblech mit Backpapier auslegen. Den Teig ausrollen, auf 2 cm Dicke, und eine halbe Stunde kühl stellen. Mit dem Keksstecher 16 Kreise ausstechen. Im Backofen 10 Minuten backen, herausnehmen und abkühlen lassen.

Für die Marshmallowmasse, die Gelatineblätter in kaltem Wasser einweichen und fünf Minuten stehen lassen. Zucker und Honig in 125 ml Wasser in einen Topf geben, aufschmelzen lassen und unter Rühren erhitzen und zwei Minuten kochen. Der Sirup soll 115°C erreichen. Das haben wir nicht geschafft, knapp 100°C, mehr ging nicht. Die Gelatine ausdrücken und den Sirup langsam einrühren. Das Vanillemark dazugeben und auf hoher Rührstufe zehn Minuten aufschlagen, bis die Masse dick und schaumig wird, und sich im Volumen verdreifacht hat. Dick und schaumig wurde es, aber keinesfalls verdreifacht, vielleicht doppelt soviel Masse ist es geworden. Ausserdem wird die Masse irgendwann mal kühler und dann geht gar nichts mehr. Die Masse ca. 2 cm dick auf einer leicht gefetteten Backform verteilen und die Oberfläche glatt streichen. Die Marshmallowmasse zwei Stunden stehen lassen.

Die Biscuits jeweils auf der Unterseite mit der Erdbeermarmelade bestreichen. Acht Marshmallows mit dem Keksstecher ausstechen, auf die Biscuits drücken. Die Schokolade im Wasserbad schmelzen. Die Marshmallowbiscuits zur Hälfte in die Schokolade tauchen, abtropfen lassen und auf Backpapier abkühlen lassen. Hier noch ein Bild am Ende des Erlebniskochens.

Danke an das Billamagazin „frischgekocht“ für den netten Kochnachmittag!

Gargantua
Meidet Tütensuppen und Dosenchampignons. Ansonsten ist (fast) jeder Fisch willkommen, wenn er sich in der Pfanne ordentlich benimmt.
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0 Kommentare zu “Noël Cuisine, der Nachtisch

  1. Oh Gott, was für Kalorienbomben! Wer erfindet den sowas? Die Werbeabteilung der Weightwatchers, um langfristig den Kundenstamm zu erhalten? Oder Henkel, um den Spülmittelumsatz zu steigern?

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Noël Cuisine, der Nachtisch

Gargantua 13:20