Kloster Eberbach, ein schönes Ausflugsziel im Rheingau

Kloster Eberbach, die Kirche

Die Zisterzienser wussten schon wo es schön ist. Das finden wir heute. Aber für für die Mönche im 12 Jhdt. war es nicht die Frage schön oder nicht schön, sondern es war die Frage gibt es dort sauberes Wasser, und wieviel davon? Und sauberes Wasser brauchte man vor allem für die Versorgung des Klosters, für die Kranken, bspw. in der benediktinischen Regel 36 heisst es: man biete den Kranken, sooft es ihnen gut tut, ein Bad an. Sauberes Wasser brauchte man auch zur Weinbereitung, nicht um es in den Wein zu kippen. Das haben die Menschen erst viel später mit der Weinpanscherei gelernt. Man brauchte frisches, sauberes Wasser zum Reinigen der Keltern und der Fässer.

Kloster Eberbach eingebettet im Tal

Im Mittelalter war Wein- oder auch Bierpanscherei ein schweres Vergehen und wurde hart bestraft. Doch zu unserem Ausflug an diesem Ausflugswochenende. Von Eltville ging es durch einen alten Hohlweg nach Kiedrich. Ein schönes Weindorf mit viel Blumenschmuck.

Clematis in Kiedrich

Weiter ging der Aufstieg am Eichberg vorbei hinauf in den Wald. Fast auf der Höhe steigt man dann ab zum Kloster Eberbach und hat einen zauberhaften Blick auf die idyllische Anlage. Waren wir auf dem Weg nach Kiedrich und im anschliessenden Aufstieg fast alleine, holte uns der Ausflugsverkehr kurz vor der Klosteranlage ein. Volle Parkplätze viele Spaziergänger, so ist unsere automobile Gesellschaft, Spass bis zum letzten Tropfen. Gottseidank gibt es in der Klosteranlage zwei Gastronomiebetriebe. In der Klosterschänke sind es mehr als 100 Aussenplätze und auch etwa so viele Pätze in der Klosterschänke selbst. Man findet dennoch schnell einen Platz. Die Speisekarte ist übersichtlich, fehlen darf natürlich nicht das Wiener Schnitzel, für die Kids. Ansonsten gibt es Suppen, Versper, Rheingauer Schmankerl bspw. gebackenes Hackfleisch mit Pflaumen-Specksauce. Wir hatten einen Schweinebraten mit Knödeln und Salat und angemachtes Tartar vom Taunusrind mit Salatbouquet. Der Schweinebraten saftig in kräftiger Sauce. Die Knödel hausgemacht, aber das schmeckt man nach einer längeren Warmhaltezeit nicht mehr. Knackig frischer Salat in guter Qualität bei beiden Essen. Das angemachte Tartar war spicy marineted beef, und schmeckte ein bisschen wie Hamburger Beef in Belgien, mit diesem typischen amerikanischen Geschmack von Sauce American. Für meinen Geschmack kann das jede Apfelweinwirtschaft frischer und besser. Aber ich hätt’s ja auch vorher lesen können. Das Klosterbier dunkel zum Schweinebraten zum moderaten Preis von € 4,30 für 0,5 L. Ein Steinberger Riesling für € 4,90 für 0,2 L. Mineralwasser der Liter für € 6,20. Für eine so grosse Gastronomie gab es genügend Personal im Service,. Der Service war freundlich, Alleine die Wartezeit auf das Essen war 50 Minuten, wobei man sagen sagen muss die Gaststätte war, als wir ankamen um 13:30 Uhr völlig ausgebucht. Fazit leckeres Essen, guter Wein und auch das Klosterbier war gut.

Tartar vom Taunusrind

Zurück führte uns der Weg durch den legendären Steinberg, steinig und heiss war’s in der Sonne, so dass wir uns den „Steinberger“ Schoppen doch verkniffen und in Sonne nach Hattenheim zurück gingen. Welch Überraschung: am Ortseingang von Hattenheim ein Hoffest des Weingutes Gerster-Wagner. Also noch Zeit für einen saftigen Riesling im schattigen Hof. Der Schoppen zu moderatem Preis. Die Lagen vom Weingut Gerster-Wagner liegen alle in Hattenheim, vielleicht manche nur ein Steinwurf vom Staatsweingut Kloster Eberbach entfernt. Der Riesling trocken des Weingutes Gerster-Wagner kostet € 4,50 /1L. Der vergleichbare Wein des Staatweingutes Kloster Eberbach ist zum stolzen Preis von €  7  / 1l zu haben. Kann es sein, dass wir hier einen Markenaufschlag zahlen?!

Ein gelungener Ausflug, mit einem Weingut, dass wir uns merken. Es kommt auf die Liste „Wiederbesuchen“.

Stiftung Kloster Eberbach

D-65346 Eltville im Rheingau
Telefon +49 (0)6723 9178-115

Gastronomie:

Öffnungszeiten ganzjährig täglich: 11.30 Uhr – 22.00 Uhr
durchgehend warme Küche, kein Ruhetag

Informationen und Tischreservierung:
Telefon: 0 67 23  / 993 – 299
E-Mail: info(at)klostereberbach.com

Gargantua
Meidet Tütensuppen und Dosenchampignons. Ansonsten ist (fast) jeder Fisch willkommen, wenn er sich in der Pfanne ordentlich benimmt.
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Kloster Eberbach, ein schönes Ausflugsziel im Rheingau

Gargantua 19:02