Sowas von lecker: Selbstgemachte Sauerkirsch-Rotwein-Konfitüre

Es wird langsam Zeit, dass Platz im Gefrierschrank frei wird für die Erntemengen, die sich nicht mehr zeitnah verarbeiten lassen. Und um Platz zu schaffen, habe ich am Wochenende unter anderem eine Packung Sauerkirschen der letzten Ernte verarbeitet. Da diese bereits fix und fertig vorbereitet, d.h. ohne Stiel und Kerne waren, ging das sehr flott, denn man muss sie, im Gegensatz zu frischen Sauerkirschen, nicht über Nacht ziehen lassen. Durch das Einfrieren waren sie schon weich geworden und hatten auch gut Saft gezogen. Also habe ich sie nur kurz püriert, mit dem Zucker, Rotwein und Zitronensaft vermischt und nach 30 Minuten Wartezeit gekocht. Das Ergebnis ist eine tolle Marmelade, die man so garantiert nicht zu kaufen kriegt. Wichtig ist, dass der Rotwein ein kräftiges Aroma hat. Ich habe einen portugiesischen Carmim Reguengos aus der Region Alentejo genommen, den ich im Rewe Nahkauf erstanden habe. Der portugiesische Besitzer hat stets einige Weine aus seiner Heimat im Sortiment, die man in den umliegenden Supermärkten nicht bekommt. Und dieser Wein hat mir gut gefallen, da er sehr fruchtig und im Geschmack rund ist. Macht sich ganz hervorragend in der Marmelade!

Zutaten
  • 1 kg Sauerkirschen, (ergibt entstielt und entsteint ca. 650 g)
  • 300 ml trockener Rotwein,
  • Saft einer Zitrone
  • 1 kg Gelierzucker (1:1)

Portionen: ergibt ca. 6 Gläser á 225 ml
Zubereitungszeit: 45 Minuten (30 Minuten für das Entsteinen der Früchte, kochen und abfüllen dauern ca. 15 Minuten)

Zubereitung
Foto: Sprudelnd kochende Sauerkirsch-Rotwein-Konfitüre

Sauerkirsch-Rotwein-Konfitüre verdoppelt fast ihr Volumen beim Kochvorgang

Die Kirschen waschen, entstielen, entsteinen und mit dem Pürierstab nicht zu fein zerkleinern, so dass noch Fruchtstücke erhalten bleiben. Die Kirschen in einen großen Topf geben – er sollte, wenn alle Zutaten drin sind, maximal zur Hälfte gefüllt sein, damit beim späteren Kochen der Marmelade nichts überkocht. Den Zitronensaft und den Gelierzucker zugeben, gut durchrühren und abgedeckt über Nacht ziehen lassen.

Foto: Gelierprobe mit der selbstgemachten Sauerkirsch-Rotwein-Konfitüre

Gelierprobe

Am nächsten Tag den Rotwein dazugießen und die Marmelade nach den Anweisungen auf der Gelierzuckerpackung zubereiten. D.h. die Masse zum Kochen bringen. Sobald sie sprudelnd kocht beginnt die Zeit zu zählen. Bei Kirschen sind es vier Minuten. Dann sollte man eine Gelierprobe machen. Dazu gibt man einen Teelöffel der Masse auf einen kalten Teller. Wenn die Kochzeit ausreichend war, wird die Marmelade innerhalb von wenigen Sekunden fest werden und auch nicht mehr verlaufen, wenn man den Teller schräg hält.

Foto: Umgedrehte Gläser mit heißer Konfitüre zum Sterilisieren der Deckel

Umgedrehte Gläser mit heißer Konfitüre zum Sterilisieren der Deckel

Nun füllt man die Marmelade in sterile Gläser. Dazu die sauberen Gläser mit kochendem Wasser füllen, Deckel auflegen und 7 Minuten stehen lassen. Dann das Wasser abgießen. Nach dem Einfüllen der Marmelade, das Glas sofort mit dem Deckel verschließen und auf den Kopfstellen, damit auch der Deckel sterilisiert wird. Nach 10 Minuten die Gläser wieder umdrehen, erkalten lassen und mit Etiketten beschriften. Hat man sauber gearbeitet hält die Sauerkirsch-Marmelade im ungeöffneten Glas zwei Jahre oder länger. Angebrochene Gläser halten im Kühlschrank immer noch mehrere Monate.

Jürgen
Kocht gerne und fast täglich. Probiert oft Neues aus. Wenn’s sein muss, auch mal aus der Convenience-Food-Abteilung (aber wirklich nur gaaanz selten), was dann auch regelmäßig hier verbloggt wird.
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Sowas von lecker: Selbstgemachte Sauerkirsch-Rotwein-Konfitüre

Jürgen 18:14