Zirbenschnapserl gefällig?!

Zirbelschnapserl noch im Schnee

Zirbenschnapserl noch im Schnee

Unsere südlichen Nachbarn haben viele Berge, viele hohe Berge. Und sie sind sehr geschäftstüchtig. Unsere südsüdwestlichen Nachbarn haben es auf das Geld bestimmter Leute abgesehen. Sie versprechen ihnen Zinsen, und vor allem Verschwiegenheit. Bis auf ein paar schwarze Schafe(?), die verkaufen die Verschwiegenheit. Upps, so was macht man doch nicht!! Auf der der anderen südlichen, eher östlichen Seite, sind sie auch sehr geschäftstüchtig. Sie wollen auch Geld, aber sie bieten uns dafür auch einen Gegenwert, aber weniger einen Rechnerischen. Sie bieten uns einen „Schmarrn“ an, und sagen ihr Kaiser, Gott hab ihn selig, habe ihn schon gern gegessen. Und deshalb nennen sie ihn Kaiserschmarrn. Auf so ein „liabes Geschichterl“ muss man doch einfach hereinfallen. Ich zumindest bin von einem absoluten Nischenprodukt ihrer „Verzauberei“ eingefangen worden: Zirbenschnapserl!

Zirbelzapfen

Foto: Wikipedia

Zirbenschnapserl im Glas

Zirbenschnapserl im Glas

 

 

Das Zirbenschnapserl ist eigentlich kein Schnapserl, sondern eigenlich ein Zirbenlikör, ahnlich wie unsere aufgesetzten Liköre, bspw. Walnusslikör. Die frischen Zirbenzapfen werden in cm dicke Scheiben geschnitten und ohne Zucker in Obstler mazeriert. Darin müssen die Scheiben ca. 6 Wochen ziehen. Und dann wird der Zirbenschnaps filtriert und anschliessend mit Zucker oder Honig abgeschmeckt um die herbe Würze zu mildern. Zirbenschnapserl schmeckt, wie am Küchenofen bei der Oma sitzen, den Geruch von Holzfeuer zu riechen und dabei einen Likör trinken. Kennen Sie nicht?  Kein Problem beim nächtsten Österreichurlaub rauf auf die Berge und Zirbenkieferzapfen sammeln und anschliesend Zirbenschnapserl selbst machen.

Zirbenlikör bei uns herzustellen wird eher schwierig, da die Zirbelkiefer sich erst in einer Höhe von 1500 m über NN wohlfühlt.

Mein Zirbenschnapserl stammt aus dem Metnitztal in Kärnten, meiner Lieblingsecke für Zirbenschnapserl!

Gargantua
Meidet Tütensuppen und Dosenchampignons. Ansonsten ist (fast) jeder Fisch willkommen, wenn er sich in der Pfanne ordentlich benimmt.
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Gargantua 17:09