Hähnchenbrust mit Preiselbeer-​Senf-​Soße

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Hühnerbrust mit Preislbeer-Senf-Soße - Chicken with Cranberry Mustard Sauce

Das Originial-​Rezept aus USA heißt „Chicken with Cranberry Mustard Sauce”. Nun bekommt man Cranberries (bei uns Kranbeeren oder Moosbeeren genannt) hierzulande nicht so einfach. Daher habe ich stattdessen die im Rezept vorgeschlagenen Preiselbeeren genommen. Die haben auch einen herb-​säuerlichen Geschmack und gehen wohl geschmacklich in Richtung Cranberries. Genauso schwierig ist die Beschaffung von Cranberry-​Saft, aber auch da gibt es eine Alternative im Rezept: Apfelsaft. Dann habe ich noch eine Änderung gegenüber dem Originalrezept vorgenommen: anstelle des Zwiebelpulvers habe ich eine richtige Zwiebel genommen. Zwiebelpulver findet sich in meinem Gewürzregal nämlich genausowenig wie dieses unsägliche Knoblauchpulver. Das Ergebnis finde ich sehr lecker. Die Soße ist fruchtig-​herb mit einer leichten Schärfe, die sie durch den Senf erhält. Anstelle von Hähnchenbrust soll auch Entenbrust dazu passen — das kann ich mir gut vorstellen.

Zutaten
  • 4 Hähnchenbrustfilets
  • 1 TL Zwiebelpulver 1 große Zwiebel
  • 1 TL getrockneten Thymian
  • 1/2 TL getrockneten Rosmarin
  • Salz und Pfeffer
  • 4 EL Butter
  • 2 EL Mehl
  • 1 TL scharfer Senf
  • 1 EL körniger Senf
  • 225 ml Hühnerfond
  • 150 ml Cranberrysaft (oder alternativ Apfelsaft)
  • Prise Zucker
  • 50 g getrocknete oder 100 g TK-Cranberries (oder 5 EL Preisselbeeren aus dem Glas)

Portionen: 4
Zubereitungszeit: 25 Minuten

Zubereitung

Die Zwiebel pellen, halbieren und in dünne Scheiben schneiden. Die Hähnchenbrüste mit den Kräutern, Salz und Pfeffer kräftig einreiben. Zwei EL Butter in einer Pfanne schmelzen und das Fleisch darin von beiden Seiten jeweils 3 Minuten anbraten bis es schön braun ist. Die letzten drei Minuten die Zwiebeln zugeben. Fleisch und Zwiebeln herausnehmen, in Alufolie einwickeln und im, auf 70 Grad vorgeheizten, Backofen in 10 Minuten fertig garen. Die restliche Butter in die Pfanne geben, das Mehl einstreuen und solange anschwitzen bis es goldbraun ist. Hühnerbrühe, Cranberry– oder Apfelsaft und die Cranberries bzw. Preiselbeeren dazugeben und einige Minuten köcheln lassen. Den Senf einrühren und kurz durchziehen lassen — die Soße sollte jetzt nicht mehr kochen. Mit Salz, Pfeffer, Zucker und ggf. noch etwas scharfem Senf pikant abschmecken. Das Fleisch aus der Alufolie nehmen und in die Soße legen. Den Fleischsaft und die Zwiebeln dazugeben und die Hähnchenbrust noch zwei Minuten in der Soße ziehen lassen.

Wer mag kann dazu Broccoli oder Blumenkohl servieren — darauf habe ich allerdings verzichtet. Ansonsten passen Nudeln oder Rösti besonders gut dazu — ich habe mich für Spätzle entschieden, auch wenn das vielleicht nicht gerade eine typisch amerikanische Beilage ist. ;-)

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Über Jürgen

Kocht gerne und fast täglich. Probiert oft Neues aus. Wenn's sein muss, auch mal aus der Convenience-Food-Abteilung (aber wirklich nur gaaanz selten), was dann auch regelmäßig hier verbloggt wird.

16. Juli 2010 von Jürgen
Kategorien: Hauptgerichte, Nordamerika | Schlagwörter: , , , , , , , , | 4 Kommentare

Kommentare (4)

  1. avatar

    Das hört sich richtig gut an. Ich liebe Preiselbeeren oder Cranberrys und würde wahrscheinlich jede Fleischsorte damit ertränken, wenn man mich ließe :-)

  2. avatar

    @Menzi: Frische Kräuter darf man natürlich immer ersatzweise für getrocknete nehmen. ;-)

  3. avatar

    Ich wollte mal wieder was Neues ausprobieren und muss sagen, es war ausgesprochen lecker. Ich habe Cranberries, gibt es mittlerweile bei Aldi im Sortiment, und Preiselbeeren genommen. Außerdem in Ermangelung an getrocknetem Rosmarin, die Brüstchen mit frischem Rosmarin und Thymian im Ofen nachgaren lassen und anschließend noch in der Soße mitziehen lassen. Das tat dem Geschmack, glaube ich, keinen Abbruch. Die Gäste waren jedenfalls zufrieden.

  4. Pingback: Hähnchenbrust an Preiselbeer-Rahmsoße | Lotta - kochende Leidenschaft

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