Kartoffelpuffer nach Mario Kotaska mit Apfel-Weißwein-Kompott

Foto: Kartoffelpuffer nach Mario Kotaska mit Apfel-Weißwein-Kompott

Kartoffelpuffer nach Mario Kotaska mit Apfel-Weißwein-Kompott

Wenn sich Sterneköche oder renommierte Köche mit traditioneller Hausmannkost beschäftigen, finde ich das immer spannend. In diesem Fall habe ich das Rezept bei RTL2 gefunden. Gibt es irgendetwas, das man bei solchen Gerichten noch verbessern oder ändern kann? Also wenn ich ehrlich sein soll, konnte ich jetzt bei diesem Rezept keine nenneswerte Änderung feststellen, gegenüber der Art und Weise wie ich Kartoffelpuffer bisher gemacht habe. Lediglich ein Löffel saure Sahne und Paniermehl machten den Unterschied aus. Hm, ja, also am Geschmack hat das jetzt irgendwie nix geändert. Überrascht war ich eigentlich nur, dass wir Kartoffelpuffer hier noch nicht verbloggt haben. 😉

Das Apfel-Weißwein-Kompott ist übrigens nicht von Mario Kotaska. Das ist aus dem eigenen Rezepte-Fundus. Allerdings habe ich seine Anregung aufgegriffen und etwas Preiselbeerkompott auf das Apfelkompott gegeben. Das passt sehr gut zusammen. Beim Apfelkompott unbedingt darauf achten, dass man schmackhafte Äpfel bekommt. Boskop ist da meine Lieblingssorte. Eher geschmacksneutrale Sorten, wie z.B. die giftgrünen Granny Smith sollte man auf jeden Fall meiden. Je nach Reifegrad der Äpfel und dem Zucker- und Säuregehalt des Weißweins kann man die Zuckermenge ggf. etwas reduzieren. Auf jeden Fall sollte man erstmal nur mit dreiviertel der Zuckermenge beginnen und am Ende nach Bedarf nachsüßen.

Zutaten
  • 1 kg Kartoffeln
  • 1 kleine Zwiebel
  • 1 EL saure Sahne
  • Salz
  • 1 Ei
  • Prise geriebene Muskatnuss
  • 1 EL Paniermehl
  • 40 ml Erdnussöl
Für das Apfel-Wein-Kompott
  • 500 g säuerliche Äpfel (Boskop ist besonders gut geeignet)
  • 40 g Zucker
  • 1 EL Vanillezucker
  • 125 ml trockener Weißwein (ich habe einen recht fruchtigen Riesling genommen)
  • 1 Zitrone

Portionen: 2 (das Apfelkompott ergibt eher 4 Portionen)
Zubereitungszeit: 30 Minuten

Zubereitung

Zuerst das Apfel-Kompott zubereiten. Dazu den Weißwein mit dem Zucker und Vanillezucker langsam zum Kochen bringen. Die Äpfel schälen, viertel und das Kerngehäuse entfernen. Die Apfelviertel noch in 3-4 Stücke schneiden. Die Apfelstücke in den kochenden Weißweinsud geben und ca. 10 Minuten auf kleiner Flamme köcheln lassen, bis sie  ganz weich sind.  Wenn man die Kochzeit verlängert bekommt man Apfelmus. 😉 Das Kompott mit Zitronensaft und Zucker abschmecken.

Während das Apfelkompott kocht kann man die Kartoffelpuffer zubereiten. Dazu als erstes die Kartoffeln und die Zwiebel schälen und fein reiben. Ich dazu diesmal die mittelfeine Reibe der Küchenmaschine genommen, anstelle der groben, die ich sonst nehme. Das ergibt einne recht feine Kartoffelmasse, aber ehrlich gesagt mag ich es lieber, wenn die Masse etwas gröber ist. Das nächste Mal also doch wieder eine Stufe gröber. Die Flüssigkeit, die sich beim Reiben bildet abgießen und die  saure Sahne, Salz, Ei, Muskatnuss und Paniermehl zugeben und alles gründlich vermischen.

Das Erdnussöl in einer beschichteten Pfanne erhitzen und den Teig portionsweise hineingeben. In der großen 28-cm-Pfanne kann man ohne Weiteres zwei Kartoffelpuffer gleichzeitig backen. Sie werden dann halt nicht rund sondern eher oval, aber ich mir gefällt diese Größe und das Backen geht schneller. Die Kartoffelpuffer auf beiden Seiten ca. 3-4 Minuten goldbraun ausbacken. Zum Entfetten auf einen Teller mit einem Blatt Küchenkrepp geben und im vorgeheizten Backofen auf niedrigster Stufe warmhalten, während man die nächste Fuhre zubereitet.

Die fertigen Kartoffelpuffer leicht salzen und mit Apfelkompott und Preiselbeeren servieren. Wer es pikant mag, kann Kartoffelpuffer auch mit Räucherlachs und Preiselbeersahne kombinieren. Dazu wird ein Esslöffel Preiselbeer-Kompott mit 2 EL Schlagsahne vermischt.

Jürgen
Kocht gerne und fast täglich. Probiert oft Neues aus. Wenn’s sein muss, auch mal aus der Convenience-Food-Abteilung (aber wirklich nur gaaanz selten), was dann auch regelmäßig hier verbloggt wird.
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Jürgen 11:02