Chinesisches Chrysanthemen-Huhn (Ju Hua Ji)

Foto: Chinesisches Chrysanthemen-Huhn

Chinesisches Chrysanthemen-Huhn

Der zweite Versuch aus dem Kochbuch „Die echte chinesische Küche” ein original chinesisches Gericht nachzukochen. Diesesmal war das Ergebnis deutlich besser als bei dem völlig misslungenen Schweinefleisch süß-sauer vor einiger Zeit. Chrysanthemen sind bei diesem Rezept nicht dabei. Der Name rührt wohl daher, dass die Fleischstücke durch das kreuzförmige Einschneiden nach dem Frittieren an Blumen erinnern. Nun zumindest tun sie das auf dem Foto im Kochbuch. Bei mir hat das nicht ganz so geklappt. Beim nächsten Mal muss ich die Fleischstücke wohl etwas dünner schneiden. Immerhin war das Ganze sehr lecker. Umhüllt mit dem Eiweiß-Stärke-Mantel bleibt das Hühnerfleisch beim Frittieren schön zart und saftig und wird außen knusprig. Die Knoblauch-Ingwer-Soße musste ich etwas abwandeln. Da ich keine eingelegte Sichuan-Paprika hatte, habe ich zwei scharfe Chilischoten genommen und diese entkernt. Die Soßenmenge habe ich gegenüber dem Originalrezept verdoppelt, weil sie mir etwas zu knapp bemessen schien. Und so war es auch. Die doppelte Menge hat gerade so gereicht. Als Beilage passt gut eingelegtes Gemüse oder eine gemischter Salat mit einem asiatischen Dressing.

Zutaten
  • 300 g Hühnerbrust ohne Haut und Knochen
  • Salz
  • 3 EL Reiswein
  • 2 kleine Eier
  • 150 g Maisstärke
  • 40 g Lauch
  • 20 g Ingwer
  • 3 Knoblauchzehen
  • 30 g eingelegte Sichuan-Paprika (ersatzweise scharfe Bohnenpaste oder zwei Chilischoten)
  • 1 1/2 EL brauner Zucker
  • 1 EL Reisessig
  • 1 TL Sojasoße
  • ca. 250 ml neutrales Pflanzenöl, z.B. Sonnenblumenöl

Portionen: 4 als Vorspeise, 2 als Hauptgericht
Zubereitungszeit: 40 Minuten

Zubereitung

Das Hühnerfleisch in ca. 3 cm große und 1 cm dicke Quadrate schneiden. Diese dann 1/2 cm tief schräg und kreuzförmig einschneiden. Das Fleisch mit Salz und einem EL Reiswein vermischen. Die Eier trennen, wir brauchen nur das Eiweiß, und die Eigelbe z.B. einfrieren. Das Eiweiß gründlich verquirlen und mit dem Fleisch mischen.

Ingwer und Knoblauch schälen und sehr fein hacken. Die Chilischote entkernen und ebenfalls sehr fein hacken. Den Lauch putzen, waschen, dann vierteln und in sehr feine Streifen schneiden. Den Zucker mit Essig, Sojasoße und dem restlichen Reiswein verrühren, bis sich der Zucker aufgelöst hat.

Das Öl ein einem Wok sehr heiß werden lassen. Die Fleischstücke in der Maisstärke wälzen, so das sie rundum damit überzogen sind. Dann portionsweise ca. 2 Minuten im heißen Öl frittieren, bis sie goldbraun sind. Herausnehmen auf Küchenkrepp entfetten und warm stellen, bis alles Fleisch frittiert ist.

Das Öl abgießen, den Wok auswischen, damit keine Stärkebröckchen zurück bleiben. Der Wok sollte jetzt nur noch mit einem leichten Ölfilm überzogen sein. Die Hitze auf mittlere Stufe reduzieren und  Ingwer, Paprika und Knoblauch hineingeben. 1/2 Minute unter rühren braten und dann die Soße dazugießen. Kurz aufkochen lassen und dann 4-5 EL Wasser und den Lauch hineingeben. Durchmischen und noch eine weitere halbe Minute köcheln lassen. Das Fleisch in eine flache Schüssel geben, die Soße darüber gießen und sofort servieren. Alternativ kann man die Soße aber auch in einer extra Schale dazu reichen.

Als Getränk passt grüner Tee, Jasmintee oder ein kühles Bier.

Jürgen
Kocht gerne und fast täglich. Probiert oft Neues aus. Wenn’s sein muss, auch mal aus der Convenience-Food-Abteilung (aber wirklich nur gaaanz selten), was dann auch regelmäßig hier verbloggt wird.
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Jürgen 13:42