Rotkohl klassisch – mit Apfel und Johannisbeergelee

Ich muss zugeben, Rotkohl gab es bei mir bisher immer aus dem Glas oder der Tiefkühltheke. Lediglich verbessert mit ein bisschen fein geriebenen Apfel. Dieses Jahr hatte ich aber zufällig zwei Rotkohlpflanzen im Garten. Zufällig deshalb, weil sie in einer Ladung gemischter Kohlpflanzen enthalten waren. Die Wühlmäuse, die dieses Jahr eine echte Plage waren, haben sie dankenswerter Weise verschont und so hatte ich im Herbst zwei Rotkohlköpfe, die verarbeitet werden wollten. Also ran ans Werk. Schwierig ist das Rezept nicht, aber ich war skeptisch, ob der Arbeitsaufwand das wert sein würde. Kurz gesagt, er war es! Der selbstgemachte Rotkohl ist um Längen besser, als alles was ich bisher an Fertigware probiert habe. Und der Arbeitsaufwand hält sich durchaus in Grenzen.

Zutaten
  • 1 Rotkohl (ca. 750 g)
  • 1 El Butter
  • 2 Zwiebeln
  • Salz
  • Pfeffer
  • 3 El Johannisbeergelee
  • 1 Lorbeerblatt
  • 3 Wacholderbeeren
  • 500 ml Gemüsebrühe
  • 200 g Apfel
  • 1 Tl Speisestärke
  • 2 El Rotweinessig
  • 3 Thymianzweiglein

Portionen: 6
Zubereitungszeit: 45 Minuten

Zubereitung

Den Rotkohl putzen, die äußeren abstehenden Blätter entfernen. Den Kohl vierteln und den Strunk herausschneiden. Die Viertel quer in feine Streifen schneiden. Die Zwiebeln fein würfeln.

In einem mittelgroßen Topf (3 Liter) die Butter erhitzen und die Zwiebelwürfel darin glasig andünsten, ohne dass sie Farbe nehmen. Dann den Rotkohl zugeben und 5 Minuten mitdünsten, dabei gelegentlich durchrühren. Die Gemüsebrühe angießen und Johannisbeergelee, Lorbeerblatt, Wacholderbeeren, Thymianzweiglein, Salz und Pfeffer zugeben (ich packe alles in einen großen Teebeutel aus Papier, so lassen sich alle Gewürte problemlos wieder herausfischen).  Zugedeckt 20 Minuten auf kleiner Flamme garen.

Inzwischen die Äpfel schälen, entkernen und in ca. 1 cm große Würfel schneiden. Sofort zum Rotkohl geben (damit die Apfelstücke nicht braun werden) und weitere 10 Minuten garen. Die Speisestärke mit dem Rotweinessig verrühren, unter den Rotkohl mischen und einmal unter Rühren kurz aufkochen. Das Lorbeerblatt, den Thymianzweig und (wenn man sie findet 😉 ) die Wacholderbeeren entfernen (deshalb der Trick mit dem Teebeutel 😉 ). Mit Salz, Pfeffer und ggf. noch etwas Rotweinessig abschmecken. Mit den Thymianzweiglein garniert servieren.

Passt als Beilage sehr gut zu Rouladen oder Wildgerichten.

Der fertige Rotkohl lässt sich übrigens auch prima einfrieren und hält ohne Geschmacksverlust ca. 1 Jahr!

Jürgen
Kocht gerne und fast täglich. Probiert oft Neues aus. Wenn’s sein muss, auch mal aus der Convenience-Food-Abteilung (aber wirklich nur gaaanz selten), was dann auch regelmäßig hier verbloggt wird.
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Rotkohl klassisch – mit Apfel und Johannisbeergelee

Jürgen 16:51