Tzatziki selbstgemacht

Haben wir wirklich noch kein Rezept für Tzatziki hier gepostet? Ich wollte es zunächst nicht glauben, aber tatsächlich: Es gibt keines hier. Zeit also, dieses Versäumnis nachzuholen. Tzatziki gehört nicht nur zu griechischem Gyros, es sollte auch bei keinem Grillabend fehlen. Wenn etwas übrig bleibt, kann man es ein paar Tage im Kühlschrank aufbewahren und z.B. mit Ciabatta-Brot oder Baguette essen.

Dieses Rezept hier soll sehr authentisch sein. Auf jeden Fall ist es sehr lecker. Wieviel Knoblauch man rein macht ist natürlich Geschmacksache, aber ich finde, man sollte nicht zu sparsam sein. Und der Dill muss unbedingt frisch sein. Bitte keinesfalls getrockneten nehmen, notfalls tiefgefrorenen. Entscheidend ist jedoch, dass man griechischen Joghurt nimmt. Der hat mit 10 % deutlich mehr Fettgehalt, als der bei uns übliche und sorgt dafür, dass das Tzatziki schön cremig wird.

Zutaten
  • 1 Salatgurke
  • 4-6 Knoblauchzehen
  • Salz
  • Pfeffer
  • 75 ml Olivenöl
  • 1/2 Bund frischen Dill
  • Saft 1/2 Zitrone
  • 500 g griechischen Joghurt (mit 10 % Fettgehalt)

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schweinelende pastinakenstampf

Schweinelende mit Pastinakenstampf und Radicchiosalat

Teil 2 der Kocherei aus der Gemüsekiste … Wie man sehen kann, war ich wieder zu gierig, das Essen vor dem Essen zu fotografieren. Ich habe mittendrin mal schnell nach dem Gerät gegriffen und den angefressenen Teller abgelichtet. War aber auch wieder so lecker!

Außer Mangold und Shiitakepilzen war auch noch ein gutes Kilo Pastinaken in der Kiste (und einiges mehr). Ich mag Pastinaken sehr vom Blech aus dem Backofen, zusammen mit anderen Gemüsen. Der Hit, wenn gleichzeitig noch ein Huhn gebraten wird und alle Aromen sich vereinen. Als Püree werden sie oft für Babys zermatscht, als Stampf mit Kartoffeln zur Schweinelende fand ich sie sehr erwachsen! Weiterlesen

Foto: Kiwi-Chutney

Kiwi-Chutney

Im Garten ist es regelmäßig so, dass in jedem Jahr manche Sachen weniger gut werden, andere durchschnittliche Erträge bringen und einige eine Rekordernte. Im letzten Jahr war die ca. 35 Jahre alte Kiwipflanze die Gewinnerin – die Rekorderntekönigin sozusagen. Über 500 Kiwis oder gut 30 kg waren es. Nochmal ein Viertel mehr, wie bei der Rekordernte zwei Jahre zuvor, als gut 400 Früchte an der Pflanze hingen. Nun esse ich Kiwis gerne, z.B. des Öfteren eine zum Frühstück. Bei 500 Stück braucht es aber andere Verwertungsoptionen. Und so habe ich dieses Jahr drei neue Rezepte ausprobiert. Diese Kiwi-Chutney macht den Anfang. Es ist fruchtig-pikant und passt ganz hervorragend zu Käse, gegrilltem Geflügel oder kurzgebratenem Fleisch. Weiterlesen

Foto Scharfes Tomaten-Oliven-Relish

Scharfes Tomaten-Oliven-Relish

Dieses Relish gefällt mir sehr gut. Man kann es zu kurzgebratenem Fleisch servieren aber auch pur auf einer Scheibe Ciabattabrot oder Baguette genießen.

Das Relish ist zwar schnell gemacht, sollte aber zumindest über Nacht im Kühlschrank durchziehen, damit sich das Aroma entfaltet. Sehr lecker. Beim nächsten Mal werde ich es mit gerösteten Paprika probieren. Ich glaube dann wird das Ganze noch runder.

Zutaten
  • 1 rote Paprika
  • 3 EL Olivenöl
  • 2 EL Tomatenmark
  • 1 Knoblauchzehe
  • 10 schwarze Oliven
  • 5 in Öl eingelegte getrocknete Tomaten
  • 1/4 TL Cayennepfeffer
  • Salz

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Foto: Ratatouille in Gläsern

Ratatouille eingeweckt

Ratatouille ist für mich ein typisches Sommeressen. Diese Variante ist sehr „soßig“ und passt ausgesprochen gut zu Pasta. Nicht gerade zu Spaghetti, aber zu großen Pastasorten wie Conchiglioni, Pappardelle, Fettuccine oder Farfalle.  Normalerweise friere ich bei solchen Gerichten immer einen guten Teil ein. Gegen Ende des Herbstes ist der Platz im Gefrierschrank regelmäßig komplett belegt. So bin ich auf die Idee gekommen, erstmals etwas einzuwecken und so den Sommer in den Winter rüber zu retten.

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Eingelegter Kürbis – süß, sauer, scharf

Foto: Süß-sauer-scharf eingelegter Kürbis

Süß-sauer-scharf eingelegter Kürbis

Die Kürbissaison ist eigentlich schon lange vorbei. Aber irgendwie habe ich völlig vergessen, diese Rezepte aus dem letzten Herbst zu verbloggen. Wird Zeit, dass ich es nachhole, bevor die nächsten Kürbisse reif werden.

Eingelegten Kürbis kenne ich noch von meiner Großmutter und er hat mir als Kind überhaupt nicht geschmeckt. Diese deutlich pikantere Version gefällt mir dagegen sehr gut. Die Schale wird ja auch weich, bleibt aber insgesamt noch etwas bissfesst. Der Geschmack kommt natürlich von den Kräutern und Gewürzen, da der Kürbis selber kaum Eigengeschmack hat. Es ist eine schöne Beilage zum gegrilltem oder kurzgebratenem Fleisch. Aber auch in der Antipasti-Auswahl macht er sich gut.

Wie üblich nehme ich Hokaido-Kürbisse – der Kürbis für Faule, weil man ihn nicht schälen muss. 😉

Die Zubereitung ist einfach und geht schnell. Während der Kürbis kocht, bereitet man die Gläser vor und nach gut einer halben Stunde ist alles in Gläser abgefüllt.

Mindestens eine Woche sollte der Kürbis durchziehen. Am besten bewahrt man ihn kühl im Keller auf. Er hält mindestens sechs Monate – vielleicht auch länger, aber das konnte ich nicht testen, weil nach einem halben Jahr alles alle war. 😉

Zutaten
  • 1,1 kg Hokaidokürbis (andere Kürbissorten gehen natürlich auch. Bei Kürbissen, die man schälen muss, die Menge um ca. 20% erhöhen)
  • 100 g Schalotten oder Zwiebeln
  • 1-2 Chilischoten je nach gewünschter Schärfe
  • 125 g flüssigen Honig
  • 125 g braunen Zucker
  • 175 ml Weißweinessig
  • 2 TL Senfkörner
  • 1 TL Pimentkörner
  • 2 Lorbeerblätter
  • 1/2 TL Salz

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Grüne Bohnen süß-sauer eingelegt

Grüne Bohnen sind im Garten immer eine sichere Bank. Und auch in diesem Sommer war die Ernte wieder reichlich. Dummerweise wurden ziemlich viele auf einmal reif, weil die Aussaattermine relativ eng beieinander lagen. Grüne Bohnen kann man zwar sehr gut einfrieren, aber irgendwann ist der Gefrierschrank voll. Daher habe ich dieses Jahr erstmal Bohnen eingelegt. Das geht einfach und man bekommt ein leckeres Gemüse, das sich gut als Beilage oder für einen Bohnensalat eignet. Aber dazu mehr in einem späteren Beitrag. Hier nun das Rezept für süß-sauer eingelegte grüne Bohnen.

Zutaten
  • 500 g grüne Bohnen (möglichst dünne zarte Bohnen nehmen)
  • 1 Karotte
  • 1 kleine Zwiebel
  • 1/2 l Weißweinessig
  • 1/2 l Wasser
  • 200 g Zucker
  • 2 EL Salz
  • 2 TL Senfkörner
  • 1 TL schwarze Pfefferkörner
  • 1/2 TL Pimentkörner
  • 2 Lorbeerblätter

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Fattoush – Brotsalat auf syrische Art

syrischer Brotsalat Fattoush

Brotsalatvarianten kenne ich aus der arabischen Küche einige. Oder auch aus der italienischen als Panzanella. Sarah Wiener hat dafür ein Rezept, Tim Mälzer, Jamie Oliver. Bisher habe ich nur Rezepte gesehen, in denen türkisches Fladenbrot oder Ciabatta verwendet wurde. Der syrische Fernsehkoch Fadi Alauwad, der wegen des Krieges in Syrien sein Land verlassen hat, beschert uns ein Rezept mit dem flachen, syrischen Fladenbrot, das zumindest hier in Berlin inzwischen in fast jedem türkischen Supermarkt und auch in manchen REWE-Märkten angeboten wird. Wenn man das nicht im Laden seines Herzens findet, kann man als sehr provisorischen Ersatz auch Tortilla-Wraps verwenden, die bekommt man sogar beim Discounter. Abgesehen davon, dass nur eine verhältnismäßig kleine Menge Brot verwendet wird, ist auch die Zusammenstellung des Grünzeugs anders, als ich das bisher kannte. Das Rezept hat mich außerdem mit Granatapfelsirup bekannt gemacht, der anders als Getränkesirup sehr säuerlich ist und an Balsamicoessig erinnert. Den verwende ich mittlerweile auch gerne in meinen „normalen“ Salatsoßen, wo ich gerne süßen und normalen Essig mische.

Die Textur des Salates ist wunderbar: Die Kräuter sind etwas fester als Blattsalate, dazu die schlotzigen Tomaten- und Gurkenstückchen und die knusprig gebratenen Brotstückchen. Die Kräuteraromen vermischen sich mit der süßsauren Salatsoße aufs Feinste!

Dazu habe ich einfach Lammkoteletts mit etwas Knoblauch in der Pfanne gebraten. Ein leichtes, sehr erfrischendes Sommergericht!

Zutaten
  • 1 arabisches Fladenbrot (oder ein Tortilla Wrap)
  • 3 Tomaten
  • 1/2 Salatgurke
  • 3 Frühlingszwiebeln
  • 1/2 grüne Paprika
  • 1/2 Bund Koriandergrün
  • 1 (türkisches) Bund glatte Petersilie
  • 1/2 Bund Minze
  • 1 kleine Handvoll Blattsalat (apart: Feldsalat, ich kann mir auch sehr gut Giersch dazu vorstellen)
  • Knoblauch
  • Zitronensaft
  • 1 EL Granatapfelsirup
  • 3 EL Olivenöl (aromatisches Öl verwenden!)
  • Salz, Pfeffer

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Foto: Gebratener Fisch und Risotto mit Bärlauchpesto

Gebratener Fisch und Risotto mit Bärlauchpesto

Die Bärlauchsaison hat begonnen. Ich bin zwar noch nicht dazu gekommen, welchen zu sammeln. Aber ein geschenktes großes Glas mit selbst gemachtem Bärlauchpesto, hat mich motiviert gleich mal was damit zu kochen. Eigentlich ist das eine Kombination aus zwei Rezepten: Risotto mit Bärlauchpesto und gegrillter Fisch mit Bärlauchpesto und Pilzrisotto. In der Kombination ist das fast ein bisschen zu viel Bärlauch, aber ich wollte das beides mal ausprobieren. Das Risotto ist ausgesprochen lecker. Der Fisch ist okay, aber das nächste Mal würde ich ihn einfach mit ein paar Kräutern in der Pfanne braten und auf das Bärlauchpesto verzichten – oder ihn tatsächlich mit einem Pilzrisotto servieren.

Das Rezept für das Bärlauchpesto reiche ich natürlich noch nach, sobald ich es ausprobiert habe. 😉

Zutaten
  • 300 g Fisch, z.B. Kabeljau, Seelachs
  • 1 Schalotte
  • 1 Knoblauchzehe
  • 375 ml Gemüsebrühe
  • 2 EL Öl
  • 125 g Risottoreis
  • 75 ml Weißwein
  • 25 g Parmesan, gerieben
  • 1 EL Butter
  • Salz
  • Pfeffer
  • 3 EL Bärlauchpesto
  • 1 Bio-Zitrone

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Rotkohl klassisch – mit Apfel und Johannisbeergelee

Ich muss zugeben, Rotkohl gab es bei mir bisher immer aus dem Glas oder der Tiefkühltheke. Lediglich verbessert mit ein bisschen fein geriebenen Apfel. Dieses Jahr hatte ich aber zufällig zwei Rotkohlpflanzen im Garten. Zufällig deshalb, weil sie in einer Ladung gemischter Kohlpflanzen enthalten waren. Die Wühlmäuse, die dieses Jahr eine echte Plage waren, haben sie dankenswerter Weise verschont und so hatte ich im Herbst zwei Rotkohlköpfe, die verarbeitet werden wollten. Also ran ans Werk. Schwierig ist das Rezept nicht, aber ich war skeptisch, ob der Arbeitsaufwand das wert sein würde. Kurz gesagt, er war es! Der selbstgemachte Rotkohl ist um Längen besser, als alles was ich bisher an Fertigware probiert habe. Und der Arbeitsaufwand hält sich durchaus in Grenzen.

Zutaten
  • 1 Rotkohl (ca. 750 g)
  • 1 El Butter
  • 2 Zwiebeln
  • Salz
  • Pfeffer
  • 3 El Johannisbeergelee
  • 1 Lorbeerblatt
  • 3 Wacholderbeeren
  • 500 ml Gemüsebrühe
  • 200 g Apfel
  • 1 Tl Speisestärke
  • 2 El Rotweinessig
  • 3 Thymianzweiglein

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Rotkohl klassisch – mit Apfel und Johannisbeergelee

Jürgen 16:51