Rinderragout mit Wurzelgemüse nach Jamie Oliver

Foto: Rinderragout mit Wurzelgemüse nach Jamie Oliver

Portion Rinderragout mit Wurzelgemüse nach Jamie Oliver

Der Herbst naht nun mit großen Schritten. Man merkt es an dem Gemüse, dass jetzt im Angebot ist: z.B. Kürbis oder Pastinaken. Warum nicht mal das ganze Gemüse, dass jetzt so reichlich im Garten anfällt, in einem schönen Eintopf verarbeiten? Zunächst war ich ja etwas skeptisch, als ich dieses Rezept von Jamie Oliver durchgelesen habe. 3-4 Stunden Kochzeit und das ganze Gemüse von Anfang an im Topf? Gibt das nicht eine einzige Gemüsepampe? Und das Fleisch nicht anbraten sondern quasi nur schmoren, schmeckt das? Also ganz ehrlich, wenn das nicht ein Rezept von einem Spitzenkoch gewesen wäre, hätte ich es als Irrtum abgetan und nicht nachgekocht. So aber habe ich mich rangetraut. Und wurde sehr angenehm überrascht. Die Kartoffeln sind zwar vollständig zerkocht, aber das war kein Nachteil, denn so gab es eine wunderbar sämige (und sehr schmackhafte Soße). Das übrige Gemüse war zwar weich, hatte aber seine Struktur behalten. Und das Fleisch war wunderbar zart, saftig und aromatisch. Ich habe kräftig mit Pfeffer gewürzt, was für eine pikante Note gesorgt hat. Beim Salbei würde ich das nächste Mal sogar noch eine halbe handvoll mehr nehmen.

Zutaten
  • 1 EL Butter
  • 2 EL Olivenöl
  • 1 Zwiebel
  • 1 Hand voll frische Salbeiblätter
  • 600 g Schmorfleisch vom Rind
  • Salz
  • schwarzer Pfeffer
  • 3 EL Mehl
  • 2 Pastinaken
  • 2 Möhren
  • 1/2 Butternut-Kürbis (oder Hokaido-Kürbis)
  • 1 Hand voll Topinambur
  • 300 g Kartoffeln
  • 2 EL Tomatenmark
  • 300 ml trockenen Rotwein
  • 250 ml Gemüsebrühe
  • 1 unbehandelten Zitrone
  • 2 Rosmarinzweige
  • 1 Knoblauchzehe

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Rehrücken mit "vergessenen" Wintergemüsen

Damit meinte ich nicht, dass ich das Gemüse vergessen hatte. Mit „vergessenen“ Wintergemüsen sind die Gemüse gemeint, die jetzt nicht so oft in der Winterküche verwendet werden. Tomaten, Zucchinis, Auberginen sind ja fast Standard im Gemüseregal, auch im Winter. „Vergessene“ Wintergemüse hatte ich ich einer Kochbuchkritik gelesen. Zu diesen Wintergemüsen zählten: Steckrübe, Pastinake, Marone oder Esskastanie, rote Bete und der Granatapfel. Was allerdings der Granatapfel dabei sollte, hatte ich nicht ganz verstanden. Der Granatapfel stammt doch bestimmt nicht aus Mitteleuropa! Die Steckrübe kommt auf jeden Fall aus dem Norden, und Wiki nennt sie sie auch die „ostpreussische Ananas“, zumindest war das irgendwann im letzten Jahrhundert der Fall. Also soweit würde ich nicht gehen. Wiki meint weiter:„Dabei sind die Rüben wirklich besser als ihr Ruf. Sie haben nämlich die wunderbare Eigenschaft, fast jeden Geschmack anzunehmen. Kocht man sie mit Sellerie, Kohlrabi oder Möhren, so entsteht jeweils das betreffende Gemüse. Macht man sie mit Gurken ein, schmecken sie wie diese. Kocht man sie mit Äpfeln, so bekommt man mit wenigen Äpfeln viel Apfelmus.“ Auch das konnte ich nicht ganz nachvollziehen. Ich fand sie einfach in der Kombination sehr lecker. Bevor ich es vergesse, eine „Sättigungsbeilage“ zu diesem Essen braucht man wirklich nicht.

 

 

Zutaten für 2 Personen
  • 300 g Rehrücken, vom Knochen abgelöst
  • 1 Teelöffel Pimentkörner
  • 2 Esslöffel Olivenöl
  • 1 Handvoll eingelegte Schlehen, getrocknete Kirschen oder Cranberries
  • 50 ml Rotwein
  • 50 ml Wildfond
  • 200 g Steckrüben
  • 200 g Pastinaken
  • 200 g Maronen, vorgekocht
  • 1 rote Bete
  • 1 Knoblauchzehe
  • 4 Esslöffel Olivenöl
  • Gemüsebrühe nach Bedarf
  • 1 Teelöffel Koriandersamen
  • Pfeffer und Salz

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Zimthähnchen auf Pastinaken

Die Pastinaken waren es, das Web, die Rezeptseite von „essen und trinken“, die dieses Essen geformt haben. Pastinaken hatte ich, soweit ich mich recht erinnere, noch nie zubereitet. In meinen Kochbüchern bin ich nicht fündig geworden, Außer ein paar dürftigen Hinweisen, dass sie irgendwie mit Petersilienwurzel und Sellerie verwandt sind, aber kein einziges Rezept. Und die Wikiseite klärt auf, daß die Pastinake von der Kartoffel und der Karotte verdrängt wurde. Wiki weiss auch, dass sie „durch die ökolögische Landwirtschaft auch in Deutschland wieder bekannter wurde“. Das „essen und trinken“ Rezept ist sicherlich „arabischen Ursprungs“ und genau das hat mir gefallen. Aber es hatte keinen „griffigen“ Namen also habe ich es Zimthähnchen genannt, und das schmeckt man auch.

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Topinambur

topinambur

Ich nehme mal an, den meisten Menschen wird es so gehen wie mir: Von Topinambur hat man bestenfalls schon mal gehört. Gesehen hat man es nicht, was es ist, weiß man auch nicht. Und man hat es nicht gegessen, geraucht oder getrunken. Aber wer nach Südbaden gezogen ist, der sollte seinen Geist und seine Sinne öffnen: Hier gibt es viel (altes) Neues zu entdecken!

Pastinaken und Petersilienwurzeln, Portulak (Postelein) und Topinambur: das sind die Posten, die mich nach der Umsiedelung vor über 16 Jahren von Frankfurt nach Freiburg auf dem Markt in Erstaunen versetzt haben. Rätselhafte Blättchen (Portulak), schrumpelige Rüben (Pastinaken und Petersilienwurzeln), geheimnisvolle Knollen (Topinambur). Dinge mit denen man hier konfrontiert wird.

Zuerst probiert habe ich Pastinaken und Petersilienwurzeln. Ihr Aroma ist feiner und mir angenehmer als das des verwandten Selleries, den ich über Jahrzehnte gar nicht mochte. Sellerieknolle konnte mir jede Suppe verderben. Pastinaken sind da eine gute Alternative und schmecken auch so, in Butter gedünstet, sehr fein.

Portulak ist ein sukkulentes Grünzeug mit sehr zarter Oberfläche und etwas schleimiger Konsistenz. Eigengeschmack hat es wenig, und ich bin kein großer Fan davon. Bei Magenbeschwerden soll es aber prima sein …

Topinamur, ich habe es in der wikipedia gelesen, wird nur in ganz wenigen Regionen Deutschlands angebaut und ist daher wohl auch so gut wie unbekannt. Er kann roh oder gekocht gegessen werden. Als ich letztens auf dem Markt ausgesprochen schöne Exemplare vorfand, habe ich sie einfach mal mitgenommen. Da Topinambur frosthart ist, kann man ihn auch (und gerade) im Winter kaufen.

Der rohe Topinambur hat einen leicht glasigen Biss und einen zart säuerlichen, milden Geschmack, der mich etwas an junge Kokosnuss erinnert. Sehr angenehm jedenfalls. Gekocht habe ich ihn zusammen mit Kartoffeln und einem guten Stück Butter, und am Schluss habe ich alles zu einem Mus zerstampft. Das war okay, erinnert ganz leicht an Selleriepüree, hat aber einen noch ganz eigenen Geschmack, den ich nicht klar definieren kann. Roh fand ich das Ganze irgendwie besser. Aber da muss ich einfach nochmal rumprobieren, es gibt sicher noch viele Möglichkeiten.

Spannend sind diese alten Gemüsesorten allemal. Man sollte sich ab und an mal was trauen …

Kürbiseintopf (vormals -suppe) Querbeet-Curry

Der Herbst kündigt sich an. Nicht nur, weil die Nächte kühler werden und morgens die Nebel über den Hügeln und Bergen der Umgebung wabern. Auch das Angebot auf dem Markt zeigt den nahenden Herbst. Frisch gepflückte Weintrauben, Pflaumen, erste Walnüsse und Kürbisse geben dem Markt diese warme Farbe, als hätten die Früchte das Sonnenlicht des Sommers eingefangen und würden es nun an die Umgebung abgeben, um uns noch einmal froh zu stimmen, bevor die Tage dann endgültig im Nebel versinken.

Früher in Frankfurt gab es immer nur diese großen Kürbisse. Von zuhause aus gehörten die nicht auf unseren Speisezettel, also hatte ich mich da nie drangewagt. Seit einigen Jahren gehören die kleinwüchsigen Hokkaido-Kürbisse aber sogar ins Supermarkt-Repertoire. Ich mag diese unkomplizierten, mehligen Gesellen lieber, als ihre großwüchsige Verwandtschaft. Besonders schätze ich an ihnen, dass man sie nicht schälen muss, ist doch das Zerlegen eines Kürbisses schon Knochenarbeit genug. Zusammen mit allem gekocht, was man noch so im Gemüsekorb findet, hat man immer ein leckeres Essen parat, unkompliziert, schnell und schmackhaft.

Meine Zutaten heute (für 4 Personen gekocht, für 6 würde es reichen)
  • 1 Hokkaido-Kürbis
  • 2 Karotten
  • 1 Stange Lauch
  • 3 Kartoffeln
  • 1 große Pastinake (oder Petersilienwurzel oder Sellerie)
  • 2 Knoblauchzehen, fein gehackt
  • 6 Tomaten, überbrüht, abgezogen, entkernt und gehackt
  • 1 Zwiebel, gewürfelt
  • 2 EL Tomatenmark
  • 1 TL Curry
  • etwas Chili
  • etwas Kreuzkümmel
  • 1 TL Paprika Edelsüß
  • Kräuterpaste oder Gemüsebrühe (Instant)
  • 100 ml Schlagsahne
  • 2 EL Olivenöl

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Kürbiseintopf (vormals -suppe) Querbeet-Curry

Martina 9:09