Der Klassiker: Boeuf Stroganow

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Klassiker der internationalen Küche: Boeuf Stroganoff

So ganz geklärt ist die Herkunft dieses Gerichtes nicht. Wahrscheinlich kommt es aus Russland und wurde gegen Ende des 19. Jahrhunderts in Sankt Petersburg erfunden. Benannt wurde es jedenfalls nach der russischen Adelsfamilie Stroganow und es gehört zu den Klassikern der internationalen Küche. Mittlerweile gibt es die verschiedensten Variationen des Gerichtes. Diese hier, mit sauren Gurken und der auf sauerer Sahne basierenden Soße gefällt mir besonders gut. Und auch wenn die Kombination aus Rinderfilet und Gurken zunächst einmal befremdlich erscheint: es ist wirklich lecker!

Wer nach Variationen dieses Rezeptes googeln möchte, sollte auch mal die anderen Schreibweisen des Namens Stroganow ausprobieren: es finden sich nämlich noch Varianten wie Stroganoff, Stroganov, oder (vor allem in Skandinavien) Stroganof. Hier z.B. eine Boeuf-​Stroganow-​Version ohne die sauren Gurken, die Säure liefert in diesem Fall der Wein.

Zutaten
  • 600 g Rinderfilet
  • 300 g braune Champignons
  • 100g eingelegte Gurken (Abtropfgewicht)
  • 3 mittelgrosse Zwiebeln (rote Zwiebeln sehen besonders hübsch aus)
  • 150 ml Saure Sahne
  • 50 ml süße Sahne
  • 1 Knoblauchzehe
  • 2 EL Butter
  • 1 EL Tomatenmark
  • 1 EL Dijonsenf
  • 1 EL scharfer Senf (am besten Löwensenf)
  • Saft einer halben Zitrone
  • Salz
  • Pfeffer
  • 2 EL neutrales Öl (z.B. Sonnenblumen- oder Erdnußöl)

Portionen: 4
Zubereitungszeit: 35 Minuten

Zubereitung

Die Zwiebeln in halbe Ringe, die Gurken in grobe Würfel schneiden. Den Knoblauch so fein wie möglich hacken. Die Champignons putzen und in ca. 1/​2-​cm-​dicke Scheiben schneiden. Das Fleisch in mundgerechte Streifen schneiden.

Ab jetzt dauert die Zubereitung des Ragouts noch ca. 15 — 20 Minuten, daher sollte man sich jetzt um die Beilage kümmern. Besonders gut passen Bratkartoffeln, Rosmarinkartoffeln, Spätzle oder Bandnudeln. Ebenfalls sehr lecker ist Kartoffelbrei — mein Favorit. Absolut unpassend finde ich dagegen Reis.

Gut die Hälfte der Zwiebeln mit der Butter in einer Pfanne bei starker Hitze anbraten, bis sie anfangen Farbe zu nehmen. Dann den Knoblauch dazu geben und unter Rühren ganz kurz mitbraten. Die Champignons dazugeben, zwei Minuten weiter braten und dann mit ca. 100ml Wasser ablöschen. Die Hitze reduzieren, noch einmal umrühren und mit Deckel 5 Minuten köcheln lassen

Jetzt die Hitze noch einmal reduzieren. Die süße und die saure Sahne zusammen mit dem Senf und dem Tomatenmark glatt rühren und zu den Champignons geben. Mit Salz und Pfeffer abschmecken und 5 Minuten auf kleinster Flamme ziehen aber nicht mehr kochen lassen.

In der Zwischenzeit in einer zweiten Pfanne die Rindfleischstreifen in heißem Öl anbraten. Nach ca. einer Minute die zweite Hälfte der Zwiebeln dazugeben, salzen und pfeffern. 3 bis 5 Minuten weiterbraten — das Fleisch sollte außen braun werden, aber innen noch rosa sein. Mit einem Schuss Wasser ablöschen, die Gurkenwürfel dazugeben, kurz ziehen lassen und vom Feuer nehmen.

Die Champignons und den Zitronensaft zu dem Fleisch geben und kurz durchrühren. Abgedeckt 2 Minuten ziehen lassen und dann das Ragout noch einmal mit Salz und Pfeffer abschmecken.

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Über Jürgen

Kocht gerne und fast täglich. Probiert oft Neues aus. Wenn's sein muss, auch mal aus der Convenience-Food-Abteilung (aber wirklich nur gaaanz selten), was dann auch regelmäßig hier verbloggt wird.

25. Juni 2010 von Jürgen
Kategorien: Hauptgerichte, Hausmannskost nach Hausfrauenart, Sonntagsküche | Schlagwörter: , , , , , , , , | Schreibe einen Kommentar

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