Papahlrabi-Salat: Vorspiegelung falscher Tatsachen

Papaya Salat

Also eigentlich heißt dieses Gericht „Grüner Papaya Salat“ und stammt aus Laos. Aber was macht man, wenn man keine grüne, unreife Papaya zu kaufen kriegt – auf den Salat verzichten?  Eine reife Papaya nehmen? Auf keinen Fall, das schmeckt einfach nicht (mir zumindest nicht). Nein, man probiert einen auf den ersten Blick ungewöhnlichen Vorschlag aus: Kohlrabi statt Papaya. Das Ergebnis ist – soviel sei vorweggenommen – lecker, obwohl der Geschmack schon etwas anders ist. Und gerade für einen heißen Sommertag ist das ein erfrischender Salat.

Zutaten
  • 1 – 4 Chilis (je nach gewünschter Schärfe)
  • 1 Knoblauchzehe
  • 3 Tassen grob geraspelte grüne Papaya (oder eben Kohlrabi)
  • 1 Tomate
  • 1 EL Fischsoße
  • 1/2 TL Shrimps-Paste (oder Gourami-Paste)
  • 3 EL Limettensaft
  • 1 EL Zucker
  • 2 EL getrocknete Shrimps (optional)

Portionen: 4
Zubereitungszeit: 10 Minuten

Zubereitung

In einem großen Mörser die grob zerteilten Chilischoten und Knoblauchzehe gut zerreiben. Die übrigen Zutaten bis auf die kleingeschnittene Tomaten zugeben und gut durchmischen, so dass sich Zucker und Shrimps-Paste auflösen. Jetzt die Tomaten zugeben und diese etwas mit dem Stößel zerdrücken. Alles noch einmal gut durchmischen und servieren.

Notiz

Im Orignalrezept steht 1 EL Shrimps-Paste, das ist für meinen Geschmack viel zu intensiv. Mir reicht ein halber Teelöffel. Manchmal nehme ich auch Gourami-Paste, dann tut es sogar ein viertel Teelöffel voll. Die getrockneten Shrimps sind im Originalrezept als „optional“ aufgeführt, ich lasse sie meistens weg.

Jürgen
Kocht gerne und fast täglich. Probiert oft Neues aus. Wenn’s sein muss, auch mal aus der Convenience-Food-Abteilung (aber wirklich nur gaaanz selten), was dann auch regelmäßig hier verbloggt wird.
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0 Kommentare zu “Papahlrabi-Salat: Vorspiegelung falscher Tatsachen

  1. Ich habe das Original mit der vollen Packung Pa Daek (Fischpaste/-soße, deren Geruch und Geschmack sich ein Westeuropäer besser nicht vorstellt) in Laos probiert, und nicht runtergekriegt. Die Shrimpspaste sollte man also wirklich vorsichtig dosieren. Gouramis habe ich tatsächlich auch schonim Aquarium gehabt, aber auch als Paste hier … problematisch finde ich, dass sie so schwer zu zerlegen sind, oder anders gesagt: sie sind unheimlich zäh. Und schmecken streng … also auch eher was für die Hardcore-Fraktion. Weicheier verzichten auf all diese Zutaten und nehmen einfach Fischsoße …

  2. Danke für den guten Tipp mit den Kohlrabi, super, werde es mal versuchen. Ich hab ihn in Laos gegessen, auch schon in anderen SEA-Ländern, am liebsten mit der Fischpaste, alles immer wie die Einheimischen.

  3. Du Held! Ich bin eher ein Weichei … aber ein bisschen Pa Daek oder Shrimpspaste nehme ich schon auch. Die getrockneten Shrimps sind mir dann allerdings zu heavy.
    Hast du mal gesehen, wie halsbrecherisch, nein, fingerschneiderisch die die Papaya in Julienne-Streifen häkseln? Papaya in die eine Hand, Messer in die andere, dann auf die Papaya einhacken, bis sie fein geschlitzt ist und da dann die Streifen direkt runterschneiden. Atemberaubend!

  4. Pingback: Pho-Nudelsuppe mit Huhn (oder Pute)

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Jürgen 11:33