Hühnchen in scharfer Heidelbeer-Soße (Blueberry Mole)

Foto: Hühnchen in scharfer Heidelbeer-Soße (Blueberry Mole)

Hühnchen in scharfer Heidelbeer-Soße (Blueberry Mole)

Eigentlich wollte ich dieses Jahr von den Heidelbeeren aus dem Garten eine Heidelbeermarmelade kochen. Da die Beeren nach und nach reif werden, muss man sie fortlaufend abernten, wenn man nicht will, dass die Vögel das für einen erledigen. Die dabei anfallende Menge ist recht gering und so habe ich die reifen Beeren eingefroren und bis zum Ende der Erntezeit gesammelt. Meine Hoffnung war, dass es mindestens 500 gramm – besser noch 1 kilo – werden würde, denn sonst lohnt sich das Marmelade kochen einfach nicht. Nun, dass es kein Kilo Heidelbeeren geben würde, war bald abzusehen. Aber als ich am Ende den Beutel mit den tiefgefroren Früchten auf die Waage legte, war ich doch enttäuscht: nur etwas mehr als 300 gramm waren zusammen gekommen. Also musste eine andere Verwendung her. Zufällig hatte ich kürzlich bei multikulinarisch.es das Rezept von dem „Hühnchen mit explosiver Heidelbeersoße“ gesehen. Die Heidelbeermenge, die dafür benötigt wurde kam genau hin, also habe ich das nachgekocht. Allerdings mit leichten Abweichungen. Da ich keine Parilla- und Ancho-Chilis hatte, habe ich große Pepperonis genommen. Die Schokolade habe ich dagegen nicht weggelassen. Ach ja, auf eine Sache habe ich dann doch lieber verzichtet: Die Mole beim Mixen in der halben Küche zu verteilen, so wie Peggy das gemacht hat (*grins* ;-)).

Beim nächsten Mal werde ich vorher mal diese Parilla- und Ancho-Chilis besorgen, denn laut Peggy sind die wohl wichtig für den Geschmack. Das Ergebnis hat mir aber auch so sehr gut gefallen. Ein sehr leckeres Gericht mit einer sehr scharfen und fruchtig-schokoladig-würzigen Soße! Wer es nicht scharf verträgt, sollte lieber nicht alle Chilis am Ende mit pürieren. Als Beilage habe ich Reis gemacht. Aber Kartoffeln kann ich mir auch gut dazu vorstellen. Nudeln dagegen gar nicht. Eine Gemüsebeilage gab es nicht – mangels Idee, was dazu passen könnte.

Zutaten
  • 600 g Hähnchenbrust
  • 300 g Heidelbeeren
  • 2 Parilla Chilis (im Ganzen getrocknet; ca. 25g)
  • 2 Ancho Chilis (im Ganzen getrocknet; ca. 30g)
  • 1 Zwiebel
  • 3 Knoblauchzehen
  • 2 TL Honig
  • 1/2 TL gemahlener Zimt
  • 1 TL gemahlener Kreuzkümmel
  • 400 ml Hühnerbrühe
  • 150 ml Wasser
  • 50 g Schokolade (mit mindestens 70% Kakaoanteil)
  • ca. 150 ml neutrales Öl
  • Salz
  • Pfeffer

Portionen: 4
Zubereitungszeit: 55 Minuten

Zubereitung

In einer mittelgroßen Pfanne das Öl ca. 1 cm hoch einfüllen auf mittlerer Flamme erhitzen und die Chilis im Ganzen von jeder Seite ca. 3 Minuten anbraten.

In einen kleinen Topf die Hühnerbrühe und das Wasser geben und erhitzen. Die Chilis aus dem heißen Öl nehmen, auf Küchenkrepp entfetten, in die Brühe legen und ca. 20 Minuten auf kleiner Flamme köcheln lassen, bis sie weich sind.

Derweil die Zwiebel schälen und in feine Würfel schneiden. Die Knoblauchzehe schälen und fein hacken. Den Kreuzkümmel im Mörser fein zerstoßen oder in der Gewürzmühle mahlen.

Die Hälfte des Öls aus der Pfanne abgießen. Die Zwiebeln zugeben und in etwa 10 Minuten bei geringer Hitze und gelegentlichem Rühren goldgelb braten. Den gehackten Knoblauch zugeben und eine Minute mitbraten, bis auch dieser goldgelb ist – bitte aufpassen, dass er nicht zu dunkel wird, dann schmeckt er bitter.

Zurück zu den Chilis: Sobald diese weich sind, die Stiele abziehen und wegwerfen. Die Heidelbeeren waschen, abtropfen lassen und zugeben. Die Hähnchenbrüste unter fließendem Wasser abspülen, mit Küchenkrepp abtrocknen, in die Soße legen und mit aufgelegten Deckel ca. 15 Minuten ziehen lassen bis sie gar sind. Das Fleisch aus der Soße nehmen und warm stellen.

Zwiebel-Knoblauch-Gemisch zu den Chilis geben und die Soße mit den Chilis und Heidelbeeren mit dem Pürierstab fein pürieren (möglichst ohne dabei die ganz Küche einzusauen ;-)). Die Schokolade zerbröcken, in die pürierte Soße einrühren und unter ständigem Rühren schmelzen lassen. Soße mit Zimt, Kreuzkümmel und Honig abschmecken.

Jetzt noch die Hähnchenbrüste mit Salz und gemahlenem Kreuzkümmel würzen und in der Pfanne, in der zuvor die Zwiebeln angebraten, wurden auf beiden Seiten noch jeweils zwei Minuten goldbraun braten. In Scheiben schneiden und auf vorgewärmte Teller legen. Mit der Mole übergießen und mit Reis oder Kartoffeln servieren.

Jürgen
Kocht gerne und fast täglich. Probiert oft Neues aus. Wenn’s sein muss, auch mal aus der Convenience-Food-Abteilung (aber wirklich nur gaaanz selten), was dann auch regelmäßig hier verbloggt wird.
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Hühnchen in scharfer Heidelbeer-Soße (Blueberry Mole)

Jürgen 11:46