Sommerliches 3-Beeren-Gelee (Stachel-, Josta- und Johannisbeere)

Foto: Dürftige Johannisbeerenernte

Dürftige Johannisbeerenernte

In diesem Jahr war der Ertrag der Johannisbeeren recht bescheiden. Viel zu wenig, um genug Saft für eine halbwegs sinnvolle Geleemenge zu liefern. Ebenso dürftig sah es bei den Stachelbeeren aus. Die Jostabeere lieferte dagegen eine ganze Menge Früchte. So kam mir die Idee ein Gelee aus einer Mischung dieser drei Beern zu machen. Das Mengenverhältnis ergab sich fast von alleine. Ich hatte rund 200 g Stachelbeeren und knapp 300 g Johannisbeeren. Ziel war es 900 bis 1000 ml Saft zu erhalten. Also habe ich 700 g Jostabeeren dazu gegeben. Wie ich später festgestellt habe, war das fast zu knapp bemessen, denn das Ziel, mindestens 900 ml Saft zu erhalten, habe ich gerade so erreicht. Das Mischungsverhältnis der Beeren ergibt ein fruchtiges Gelee. Beim nächsten mal würde ich vielleicht etwas mehr Johannisbeeren und Stachelbeeren nehmen (so die Ernte es hergibt 😉 ). Da die Früchte nicht allzu süß sind, sollte man 1:1-Gelierzucker nehmen. Mit dem 2:1 Zucker könnte das 3-Beeren-Gelee zu sauer werden.

Zutaten
  • 300 g rote Johannisbeeren
  • 200 g Stachelbeeren
  • 700 g Jostabeeren (auch Jochelbeeren genannt)
  • Saft 1/2 Zitrone
  • 250 ml Wasser
  • 900 – 1000 g Gelierzucker (1:1)

Zubereitungszeit: 60 Minuten (plus 6 Stunden für das Entsaften)

Zubereitung

Die Johannisbeeren waschen, verlesen und von den Rispen streifen. Tipp: besonder schnell geht das, wenn man hierzu eine Gabel zuhilfe nimmt. Einfach die Rispen am oberen Stielende (das Ende, welches am Strauch hing) anfassen und mit der Gabel von oben nach unten langsam am Stiel entlangfahren. So gehen die Beeren ganz einfach ab und es bleiben auch so gut wie keine Stielreste an den Früchten. Die Stachelbeeren und Jostabeeren ebenfalls verlesen und angegammelte Früchte wegwerfen. Alle drei Beerensorten mit den 250 ml Wasser in einen Topf geben und zugedeckt aufkochen. Auf kleiner Flamme 30 Minunten leise köcheln lassen.

Entsaften der Früchte für das 3-Beeren-Gelee

Entsaften der Früchte für das 3-Beeren-Gelee

Ein großes Sieb mit einem sauberen, feuchten Küchentuch auslegen und in eine große Schüssel hängen. Die Beerenmischung in das Sieb geben und mindestens 6 Stunden (am besten über Nacht) den Saft abtropfen lassen. Schneller und gründlicher geht es, wenn man das Tuch einschlägt und das Ganze mit einem kleinen, mit Wasser gefüllten, Topf beschwert (siehe Foto).

900 bis 1000 ml von dem Beerensaft abmessen. Den Zitronensaft zugegeben und mit der gleichen Menge Gelierzucker in einem großen Topf zum Kochen bringen. Sobald die Masse kocht, die Zeit messen. Drei Minuten sprudelnd kochen lassen (die Zeit reicht für die gut gelierenden Josta- und  Johannisbeeren). Das Gelee abschäumen und die Gelierprobe machen (dazu einen TL der Masse auf einen kleinen Teller geben. Diese schräg halten. Das Gelee sollte schnell erstarren und nur leicht verlaufen). Wird das Gelee nicht fest genug, noch eine Minute weiterkochen. Das kochendheiße Gelee sofort in saubere Twist-​off-​Gläser füllen. Die Gläser nach dem Verschließen sofort für 6-7 Minuten auf den Deckel stellen, damit dieser sterilisiert wird. Danach wieder umdrehen und abkühlen lassen.

Jürgen
Kocht gerne und fast täglich. Probiert oft Neues aus. Wenn’s sein muss, auch mal aus der Convenience-Food-Abteilung (aber wirklich nur gaaanz selten), was dann auch regelmäßig hier verbloggt wird.
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Ein Kommentar zu “Sommerliches 3-Beeren-Gelee (Stachel-, Josta- und Johannisbeere)

  1. Hallo Lotta,
    warum machst Du es Dir so schwer bei diesem Rezept? Ich achte schon beim Pflücken der Früchte darauf, dass alle in Ordnung sind, wasche sie zuhause nur kurz ab und dann ab in einen Topf damit. Aufkochen, Früchte zerkochen lassen, alles ordentlich durch ein Sieb passieren, den Fruchtsaft wieder zurück in den Topf, mit Gelierzucker noch mal ordentlich durchkochen lassen lassen, in sterile Gläser einfüllen, Deckel drauf und fertig. Hat sich echt bewährt. Konfitüre kochen ist an sich schon aufwändig genug, da spare ich Arbeit, wo es nur geht. Jostabeere mache ich nur zusammen mit der Schwarzen Johanna. Die beiden ergänzen sich sehr gut.

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Sommerliches 3-Beeren-Gelee (Stachel-, Josta- und Johannisbeere)

Jürgen 13:17