Spargel-Frittata mit Rucola

Bei meiner Oma gab es Omelett, wenn die Hühner reichlich gelegt hatten und wenn Spargelzeit war gab es Spargelomelett. Zum Spargelstechen hatte sie einen abgeschnittenen Gummihandschuh mit zwei Fingern, das reichte ihr um die köstlichen Stangen auszugraben und dann mit dem Spargelstecher aus ihrem erdigen Gefängnis zu erlösen. In der Sonne hätten sie zwar keinen Sonnenbrand bekommen, aber sich ganz schnell blau, oder gar lila verfärbt.  Das mochte man damals gar nicht, Spargel musste eine weisse Spitze haben, der Beweis vor dem Durchbruch in die Freiheit geerntet geworden zu sein. Anschliessend wurde die Raubgrube mit Sand verfüllt und mit einem flachen Holzbrett platt gemacht. Allein der verräterische noch feuchte Sand verriet den Raub. So neben bei, ich bin kein Frutarier und esse immer noch weissen Spargel und nicht nur Grünen.

Zutaten
  • 4 Eier
  • 2 Esslöffel Sahne
  • 2 Esslöffel Olivenöl
  • 3 Stangen weisser Spargel
  • 1 handvoll Rucola
  • 20 g Butter
  • Pfeffer und Salz

 

Zubereitung

 

Eier, Sahne und Salz verquirlen. Spargel schälen und im gesalzenem Wasser bissfest garen. Spargel in 4 cm lange Stücke schneiden. Rucola waschen, trocken schleudern und in feine Streifen schneiden. Olivenöl in der Pfanne erwärmen und die Butter einschmelzen lassen. Rucola in die Eiermasse einrühren und pfeffern. Eiermasse in die Pfanne geben, Spargelstücke einlegen und bei mässiger Wärme backen, wenn sich die Frittata bewegen lässt, gut rütteln und einen Deckel auflegen bis die Fritatta gut gebacken ist. Die Frittata darf in der Mitte noch leicht cremig sein.

Gargantua
Meidet Tütensuppen und Dosenchampignons. Ansonsten ist (fast) jeder Fisch willkommen, wenn er sich in der Pfanne ordentlich benimmt.
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Spargel-Frittata mit Rucola

Gargantua 10:15