Gebratene Forellenfilets mit andalusischem Spinat, Trucha con espinacas sacromonte

Gefallen hatte mir das andalusische Rezept für Spinat mit Rosinen, Mandeln, Weissbrot und Knoblauch, mit dem hübschen Namen „espinacas al estilo Sacromonte“. Wie der Spinat zum heiligen Berg kommt, blieb mir nach Lesen des Rezeptes zwar verborgen, aber vielleicht tun sich ja beim Zubereiten Berge auf, die ich noch nicht kenne. Dazu sollte es Forelle geben, allerdings war das Suchen in meinem spanischen Kochbuch unergiebig. Wie so viele mediterrane Küchen wickeln sie immer wieder Forellen in Speckmantel , und das kann ich gar nicht leiden. Ich hab dann mal gegoogelt, nach „trucha (das ist der spanische Name für Forelle) con espinacas“ und 39.200 Rezepte haben mich fast erschlagen. Also die bewährten Forellenfilets auf der Haut gebraten mit dem andalusischen Spinat. Fusionsküche, und da müssen auch keine Kochbücher umgeschrieben werden.

Zutaten
  • 1 frische Forelle ca. 500 gramm, für 2 Personen
  • 500 gramm Blattspinat
  • 50 gramm geschälte Mandeln
  • 50 gramm Rosinen
  • 2 Scheiben trockenes Weissbrot
  • 1 Knoblauchzehe
  • 8 Esslöffel Olivenöl
  • Saft einer halben Zitrone
  • Salz, Pfeffer, eine Prise Muskat
Zubereitung

Zunächst die Forelle vorbereiten. Sie braucht zum Braten nur kurze Zeit, aber das Filetieren dauert schon ein wenig. Den Kopf hinter der Kiemengräte abtrennen. Die Forelle vom Rücken mit einem scharfen Messer aufschneiden, entlang der Gräte entlang schneiden, an den Bauchgräten des oberen Filets entlang schaben, bis das Filet sich löst. Jetzt den Fisch drehen und das gleiche auf der unteren Filetseite wiederholen. Wer einen oberlieben Fischhändler hat, kann nachfragen, ob er das macht ;), er kann es sicher besser. Die Forellenfilets mit etwas Zitronensaft beträufeln und beiseite stellen. Den Spinat waschen, Stiele entfernen und abtropfen lassen. Die Mandeln in einer Pfanne mit einem Esslöffel Olivenöl goldbraun anrösten, aus der Pfanne nehmen. Zwei weitere Esslöffel Olivenöl zugeben und das gewürfelte Weissbrot rösten und den klein gehackten Knoblauch zugeben. Im Originalrezept wird das Mandel-, Weissbrot-, Knoblauchgemisch mit weiterem Olivenöl zu einer Paste verrührt. Ich habe die Drei im Mörser ein wenig gestampft, so dass Mandeln und Weissbrot noch kross waren, und fand das besser. Zwei Esslöffel Olivenöl im Topf erhitzen, den Spinat und die Rosinen zugeben, und zusammenfallen lassen. Zwei Esslöffel Olivenöl in der Pfanne erhitzen, die gesalzenen und gepfefferten Forellenfilets zunächst auf der Hautseite kross braten und dann auf der Bauchseite kurz bräunen.

Der Spinat mit den Rosinen und dem Mandelgemisch war richtig lecker. Wer mag kann dieses Rezept bestimmt noch ein wenig „arabisieren“ mit Piment und allem was das gegenüberliegende Marokko noch zu bieten hat. Eines habe ich allerdings nicht entdeckt, die „sacro monte“, außer Bergen von Geschirr zur Vorbereitung ;).

Gargantua
Meidet Tütensuppen und Dosenchampignons. Ansonsten ist (fast) jeder Fisch willkommen, wenn er sich in der Pfanne ordentlich benimmt.
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0 Kommentare zu “Gebratene Forellenfilets mit andalusischem Spinat, Trucha con espinacas sacromonte

    • so geht es mir auch, der Spinat ist wunderbar. Die Forelle war eigentlich eine Notlösung. Es sollte eigentliche Dorade sein, aber die Doraden sahen so müde aus, dass ich befürchtet sie würden den Weg von der Pfanne auf den Teller nicht mehr schaffen.

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Gebratene Forellenfilets mit andalusischem Spinat, Trucha con espinacas sacromonte

Gargantua 10:47