Manchmal überkommt es mich und ich packe spontan ein Produkt in den Einkaufswagen, um es einfach mal Ausprobieren. So landete letztens eine Packung fertige Leberknödel darin. Wobei ich nicht wirklich eine Idee hatte, was ich damit machen sollte. Auf der Packung war die Zubereitung in einer kräftigen Fleischbrühe und Sauerkraut als Beilage empfohlen. Nun gehört Sauerkraut nicht zu meinen Lieblingsbeilagen. Eher landet es mal als Zutat im Gericht, wie z.B. bei Szegediner Gulasch oder in einem Auflauf mit Hackfleisch. Also habe ich mal geschaut, wie man Sauerkraut als Beilage etwas aufpeppen kann. Fündig wurde ich auf der Webseite von Tim Mälzer. Dort gibt es ein Rezept für Bayerisch Kraut. Eigentlich als Beilage zum Gänsebraten gedacht, passt diese fruchtige, süß-saure Zubereitung auch prima zu anderen Gerichten – wie zu den Leberknödeln hier. Die Kombination aus Sauerkraut mit Apfel, Zwiebel und Quittensaft ergibt eine sehr leckere Beilage, die auch mir sehr gut gefällt. Normales Sauerkraut kommt mir jedenfalls nicht mehr auf den Tisch. 😉
Zutaten
- 800 g (vorzugsweise frisches) Sauerkraut
- 3 Zwiebeln
- 1 Apfel (eine möglichst aromatische Sorte)
- 2 EL Olivenöl
- 20 g Gänseschmalz oder -Flomen
- 1–2 TL Kümmelsaat
- 2 EL Ahornsirup
- 250 ml Quittensaft (wer keinen Quittensaft bekommt, kann stattdessen die Menge Hühnerbrühe um 150 ml erhöhen und nimmt 100 g Quittengelee dazu, ersatzweise geht auch Apfelgelee)
- 100 ml Geflügelbrühe
- Salz
- Pfeffer
- 1/2 l kräftige Fleischbrühe
- 6-8 fertige Leberknödel
Kocht gerne und fast täglich. Probiert oft Neues aus. Wenn’s sein muss, auch mal aus der Convenience-Food-Abteilung (aber wirklich nur gaaanz selten), was dann auch regelmäßig hier verbloggt wird.


Und noch einmal ein Risotto. Aber mit einer völlig anderen Geschmacksrichtung als am Freitag. Mit den Steinpilzen und der Leber geht das so ein bisschen in die Richtung der
Das ist ein unglaublich leckeres Rezept. Einige Zutaten, kriegt man im normalen Supermarkt in der Regel nicht, beispielsweise die Shrimpspaste. Aber man kriegt sie in jedem Asia-Laden. Dort sollte man dann auch gleich die Kokosmilch kaufen, denn die ist dort deutlich preiswerter als die Supermarkt-üblichen Produkte von z.B. Wan Kwai. Und natürlich frisches Zitronengras – es ist einfach viel aromatischer als das getrocknete. Von dem – für unsere Nasen – unangenehmen Geruch der Shrimpspaste sollte man sich nicht abschrecken lassen. Wohl dosiert gibt sie dem Gericht eine würzige Note.