Spitzkohlfrikadellen mit Kräuterquark

Man glaubt ja garnicht, wieviel Rezepte es schon mit Spitzkohl gibt. Ich kannte ihn bisher vom Metzger auf dem Markt, der einen überaus leckeren, selbstgemachen Salat anbietet, mit Sahne und Joghurt, worauf er jedesmal hinweist, und ein wenig Senf. Premiere für mich:  ausgesucht hatte ich mir eine Zubereitung, erstmal blanchiert und dann in einen Röstiteig gepackt. Und ich muss sagen der Geschmack von Spitzkohl ist interessant. Er ist nicht so krautig wie Weisskohl, weniger intensiv als Wirsing, erinnert am meisten an gedünsteten Winterendivien, wobei man den bei uns eigentlich auch eher selten zubereitet.

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Dorade mit Senf-Koriandercreme und Fenchel

Die Doraden imTengelmannn waren super frisch. Da musste ich zugreifen. Die letzte Dorade hatte ich vor fast einem halben Jahr zubereitet, und diese frische Dorade war auch schon die Vorfreude auf den nächsten Urlaub in Gruissan, der bald kommt!  Im Sommer bereite ich Dorade gerne auf dem Grill, doch noch ist es kalt und ich entschloss mich, die Dorade winterlich zuzubereiten, mit dem entsprechenden Gemüse und einer Sahnesauce. Bei einer Goldbrasse braucht man sich keine Gedanken machen, ob man ein Weibchen oder Männchen in der Pfanne hat, sie sind immer zweigeschlechtlich, sagt uns Wiki.

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Belugalinsenrisotto mit Fenchel und Krebsfleisch

Sie ist die Königin der Schmetterlingsblütler, die Belugalinse. Ihr nussiger Geschmack, ihre Robustheit beim Kochen machen sie einfach zur gerne benutzten Zutat in der Küche. Heute sollte sie mit Reis und Fenchel im Risotto landen. Und zur Abrundung sollte ein wenig Flusskrebsfleisch hinzukommen. Über den den Flusskrebs ist mir eine, für uns heute witzige Geschichte aus einem Kochbuch von 1851, zitiert nach aalfred, untergekommen: «Man kann den Geschmack der Krebse verbessern. Bekanntlich bewahrt man sie in Brennesseln. Man muß, will man sie recht fett machen, ihne süße Milch mit eingeweichter Semmel geben. Durch das Sauerwerden der Milch leiden aber die Krebse, und es ist nicht gut, sie durch Wasser zu reinigen. Man treibe sie lieber des Morgens und Abends auf eine feuchte, womöglich tauige Wiese, bis sie sich gereinigt haben. Ein Knabe mit einer Rute hält sie leicht zusammen. … Nach einer solchen Weide werden sie sehr munter und bekommen nach acht Tagen solcher Behandlung das vortrefflichste Fleisch. … Merkwürdig ist die Antipathie der Krebse gegen Schweine. Alle sterben ab, wenn ein einziges Schwein ihnen zu nahe kommt.«

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Lammrücken mit Oregano-Knoblauch gratiniert auf Portwein-Kidneybohnen

Ich hatte vor ein paar Tagen Sherry-Kidneybohnen geblogt und fand den Geschmack wirklich interessant. Noch während sich die Textur, klingt doch irgendwie anders als die deutsche Bezeichnung Mundgefühl, den Begriff Mundgefühl würde ich eher beim Zahnarzt ansiedeln, der Sherrybohnen im Mund ausbreitete, hatte ich auch schon die Idee das Ganze mit Portwein zu probieren. Portwein ist etwas süsser, und auch alkoholreicher als Sherry, aber das müsste auch schmecken. Lammfilet passte gut, Lammrücken ist etwas intensiver würde also auch passen und ich erinnerte mich das unsere italienischen Kochfreunde,  zu intensiven Fleischgerichten gerne eine Gremolata machen. Etwas Frisches auf das Fleisch, da traf es sich gut, dass es auf dem Markt den ersten frischen Oregano gab. Wahrscheinlich war er aus dem holländischen Treibhaus, dennoch duftete er und schmeckte richtig intensiv.

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Lammfilet mit Sherry-Kidneybohnen

Ja sie haben richtig gelesen: Sherry-Bohnen, und nicht Cherry-Bohnen, nicht mit Cherrytomaten. Ich hatte bei einem spanischem Feinkosthändler Kidneybohnen mit Sherry gefunden, ein Produkt im Glas, und die Bohnen waren mit Sherry zubereitetet und nicht darin eingelegt. Leider fand das ganze im Internet statt, und ich hatte dann doch nicht die Verve, das zu bestellen. Dennoch fand ich das interessant, allerdings gab es kein Rezept dazu. Also musste ich ausprobieren, Kidneybohnen in Sherry. Ich hatte keine Ahnung wie das schmecken könnte, außer dass Bohnen und Sherry ja erst mal keine natürlichen Feinde sind. Dazu müsste Lammfleisch passen. Ich habe Lammfilet genommen und das passte.

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Zanderfilet mit Pistazienkruste auf Blattspinat

Hat uns irgendjemand mal zugehört, als wir sagten Fisch gehört mit der Haut! in die Fischtheke, denn dann kann man viel besser sehen, wie frisch der Fisch ist. Und ein weiterer Vorteil , auf der Haut braten, das hält ihn saftiger. Man hat, zumindest bei Tengelmann! Und so gab es frisches Zanderfilet auf der Haut, und das auch noch in richtig grossen Filets. Das ist gut, denn die kleinen „Winzfilets“ stammen in der Regel aus der Massenzucht.

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Bandnudeln mit Trüffel

Das ist ein Klassiker der italienischen und auch der französischen Küche und wird im Herbst mit weissen Trüffeln zubereitet. Weissen Trüffel hatte mein italienischer Laden nicht, aber immerhin gab es schöne frische, schwarze Trüffel. Die sind nicht so intensiv im Geschmack, aber immer noch sehr lecker. Dafür erleichtern sie den Geldbeutel auch nicht so dramatisch, wie das bei weissen Trüffeln,  je nach Marktpreis durchaus geschehen kann.

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Zimthähnchen auf Pastinaken

Die Pastinaken waren es, das Web, die Rezeptseite von „essen und trinken“, die dieses Essen geformt haben. Pastinaken hatte ich, soweit ich mich recht erinnere, noch nie zubereitet. In meinen Kochbüchern bin ich nicht fündig geworden, Außer ein paar dürftigen Hinweisen, dass sie irgendwie mit Petersilienwurzel und Sellerie verwandt sind, aber kein einziges Rezept. Und die Wikiseite klärt auf, daß die Pastinake von der Kartoffel und der Karotte verdrängt wurde. Wiki weiss auch, dass sie „durch die ökolögische Landwirtschaft auch in Deutschland wieder bekannter wurde“. Das „essen und trinken“ Rezept ist sicherlich „arabischen Ursprungs“ und genau das hat mir gefallen. Aber es hatte keinen „griffigen“ Namen also habe ich es Zimthähnchen genannt, und das schmeckt man auch.

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Kabeljau auf Chicoree mit Schinken/ Cabillaud aux endives et jambon cru

Ja was denn jetzt ist der Kabeljau mit Chicoree oder mit Endivien?! Er ist mit beiden, je nachdem aus welchem sprachlichen Blickwinkel man es sieht. Des Rätsels Lösung sind die deutsche und die französische Bezeichnung für das gleiche Gemüse. In Frankreich heissen die weissen Chicoree endives, probiert man diesen Link auf der französische Wikiseite sieht man die ganze Verwirrung, für uns. Übrigens umgekehrt, gibt man chicoree ein, ist auch die französische Wikiseite überhaupt nicht nachsichtig und schickt uns direkt auf die  Endivienseite. Ich habe deutschen Chicoree verwendet, oder doch belgischen, denn das ist das Haupterzeugerland für Chicoree. Belgien ist sprachlich geteilt also flämisch oder französich. Mein Produkt muss aus Flandern stammen, denn es sah aus wie Chicoree, auch wenn ich die Fastnachtsbrille abnehme !

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Orangen-Birnen Crumble mit Espressosauce

Die englische Küche ist ja nicht gerade weit verbreitet bei uns. Aber mit ihren Crumble haben sie sogar schon die Herzen der Franzosen auf dem Kontinent erobert; crumble au figues ! Für ein schönes Crumle braucht man saftige Früchte. Ich habe mich für Birne und Orange entschieden. Ein Crumble ist im Winter eine wunderbare, auch einfach zu backende Nachspeise. Man schiebt das vorbereitete Crumble in den Ofen und kann in der Zwischenzeit einen Tee trinken. Ich habe keinen Tee getrunken. Ich habe eine Espressosauce gemacht, und was für eine ! Diese Sauce lässt auch Männerherzen höher schlagen!

Zutaten
  • 1 Orange
  • 1 saftige Birne
  • 4 Esslöffel Apfelsaft
  • 6 Cantuccini
  • 1 Kaffeelöffel Rosinen
  • 40 gramm Butter
  • 30 gramm Zucker
  • 30 gramm Mehl
  • 50 ml Espressokaffee
  • 2 Teelöffel Puderzucker
  • 1 Teelöffel Speisestärke

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Orangen-Birnen Crumble mit Espressosauce

Gargantua 9:40