Schönes Ausflugslokal: Rote Mühle in Bad Soden-Altenhain

Blick durchs Liederbachtal nach Königstein

Das Wetter am letzten Sonntag war ja einfach traumhaft: Strahlender Sonnenschein, wolkenloser Himmel und üppige 25 Grad – eine Temperatur, die man diesen Sommer kaum gewöhnt war. Klar, das dieses Wetter genutzt werden musste. Zumal zweifelhaft war, dass es länger als zwei oder drei Tage Bestand haben würde. Eine allzu lange Wegstrecke sollte es diesesmal nicht sein. So ungefähr eine Stunde Fußmarsch rund um Königstein schienen uns angenehm. Als Ziel hatten wir uns die „Rote Mühe“ in Bad Soden-Altenhain ausgesucht. Da waren wir schon ewig nicht mehr gewesen und der Weg dorthin lag überwiegend in der Sonne und die wollten wir ja schließlich nochmal ausgiebig geniessen. 😉

Dummerweise waren wir nicht die einzigen, die diesen Einfall hatten und als wir ankamen, war es nicht ganz einfach noch zwei freie Plätze zu finden. Es war wirklich rappelvoll und schließlich setzten wir uns an einen Tisch dazu. Das es so voll war, ist kein Wunder. Nicht nur weil die Rote Mühle einen sehr schönen Hof zum Sitzen hat – mit etlichen Bäumen, die auch schattige Sitzplätze bieten -, auch das Essen ist sehr gut. Keine Selbstverständlichkeit, für ein stark frequentiertes Ausflugslokal. Da hatten wir schon ganz andere Erfahrungen gemacht. Weiterlesen

Frische Kräuter selber ziehen – Teil 3

Basilikumpflanzen

Dies ist der dritte und vorerst letzte Teil meiner kleinen Kräuterreihe. Im Gegensatz zum letzten Mal sind, von der Chilipflanze abgesehen, keine Exoten dabei, sondern (fast) nur einheimische Kräuter, die überwiegend problemlos in unseren Breiten gedeihen. Na ja, es gibt auch Ausnahmen, wie den wärmeliebenden Basilikum; den immer mal wieder schwierigen Kerbel oder die zickige Petersilie. 😉 Weiterlesen

Orientalischer Lammeintopf mit grünen Bohnen

Orientalischer Lammeintopf mit grünen Bohnen

Und noch einmal sind grüne Bohnen eine wesentliche Zutat in meinem Essen. Diesmal allerdings in einem arabischen Rezept statt einem Balkangericht. Das kommt daher, dass grüne Bohnen im Garten einfach bei jedem Wetter gedeihen. Auch dieser nasskalte, verregnete Sommer hat sie nicht davon abgehalten in Hülle und Fülle zarte Böhnchen zu produzieren. Nun mag ich grüne Bohnen nicht in jeder Zubereitungsform. Gerade als Beilage, nur in Butter gedünstet, gehen sie überhaupt nicht an mich heran. Als Zutat in einem kräftig gewürzten Eintopf, wo sie nur die zweite Geige spielen, aber auch in asiatischen Wokgerichten, habe ich sie dagegen gerne.

Dieses Rezept habe ich letzte Woche gefunden, als ich auch auf das Djuvec-Rezept gestoßen bin – ebenfalls bei suite101.de. Ich habe es ein bisschen ergänzt und gegen Ende der Kochzeit noch zusätzlich Tomatenmark und etwas Ras-el-Hanout-Würzmischung zugegeben. Ich finde, so wird der Eintopf noch schmackhafter. Aber das ist natürlich Geschmacksache. Wer ihn nachkocht, kann ja erstmal auf diese beiden Zutaten verzichten und prüfen, wie es ihm gefällt. Wenn es dann etwas tomatiger und würziger sein darf, gibt man nach und nach diese Zutaten bei. Statt Lammkeule mit Knochen – was unter Umständen doch eine etwas reichliche Fleischmenge ist – kann man sehr gut Lammbraten von der Keule nehmen. Den bekam ich passend portioniert an der Edeka-Fleischtheke.

Zutaten
  • 450 g Lammfleisch (Lammkeule mit Knochen oder Lammbraten von der Keule)
  • 2 Tomaten
  • 350 g festkochende Kartoffeln
  • 250 g grüne Bohnen
  •  2 große Zwiebeln
  •  4 – 5 Knoblauchzehen
  •  2 TL Salz
  • 2 TL schwarzer Pfeffer
  • 1 TL Paprika, edelsüß
  • 8 Pimentkörner
  •  1 1/4 l Wasser
  •  4 EL Olivenöl
  • 2 EL Tomatenmark
  • 2 TL Ras-el-Hanout-Gewürzmischung

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Ausgleichende Gerechtigkeit: Schlechtes Wetter, gutes Essen – Bürgelstollen/Kronberg

Blick von der Terrasse des Bürgelstollen in Kronberg

Was ist denn das für ein Sommer? Zum dritten Mal in Folge mussten wir unsere Wochenend-Wanderpläne wegen dieses Sch…..lechten Wetters ändern. Wieder waren Regen und Gewitter angekündigt, und auch wenn es nicht ganz so schlimm kam (wenigstens das Gewitter blieb aus), war gestern nicht gerade dolles Wanderwetter. Die alternative Kurz-Wanderroute suchten wir daraufhin anhand möglicher kulinarischer Ziele aus. Davon gibt es in und um Königstein ja schon so einige. z.B. das Crown of India, wo wir vor Jahren mal waren. Aber zwei sehr negative Bewertungen auf qype ließen uns davon dann doch Abstand nehmen. Das Lodge Beef’s Finest am Opelzoo nervte nicht nur mit einer unsäglichen Flash-Webseite mit obernerviger Intro, die mich normalerweise zum sofortigen Schließen der Seite bewegt, sondern auch mit einem Sonntagsbrunch. Da hatten wir nun überhaupt keine Lust drauf. Und der nächste Kandidat, dessen Namen ich nicht mal mehr weiß, flog gleich aus der Wahl, da man es dort nicht für nötig hielt, die Speisekarte auf der Webseite zu präsentieren, oder sie war einfach nur zu gut versteckt. Egal, es gibt ja noch andere Essgelegenheiten – beispielsweise den Bürgelstollen in Kronberg. Dort waren wir vor vielen Jahren einmal, und dann nie wieder, da weder die Qualität noch der Service gestimmt hatten, dafür aber die Preise mehr als üppig waren. Aber jeder hat ja eine zweite Chance verdient – vor allem nach so langer Zeit, und so marschierten wir bei trüben und trotzdem schwülen Wetter los. Weiterlesen

Ganz einfach: Frische Kräuter selber ziehen auf Balkon und Fensterbank

Es geht doch nichts über frische Kräuter in der Küche. Vom Frühjahr bis in den Herbst hinein läßt sich das mit vielen Kräutern leicht realisieren. Überschüsse im Herbst können dann immer noch getrocknet oder eingefroren werden. Mittlerweile bekommt man in jedem gut sortierten Supermarkt zumindest ein Standardsortiment an Kräutertöpfen, das in der Regel Basilikum, Petersilie, Minze, Thymian, Dill und Schnittlauch umfasst. Diese Kräutertöpfe sind eine feine Sache, da man die Kräuter sofort frisch verfügbar hat und sie in den Töpfen noch eine zeitlang weiterwachsen und Nachschub produzieren. Allerdings sind sie nicht ganz billig. Und es gibt auch einen Problemfall, den man nicht immer einfach mitnehmen sollte: Den Basilikum. Wenn es draußen zu kalt ist, leidet er schon auf kurzen Transportwegen – 10 Minuten Fußweg vom Supermarkt in die Wohnung bei 10 Grad sind schon zuviel des Schlechten. Den Kälteschock übersteht er nur kurz und schon nach ein, zwei Tagen fangen die Blätter an zu verwelken und die kleinen Pflänzchen gehen kaputt.

Majoran in voller Blüte

Vermeiden läßt sich das, wenn man diesen und andere Kräuter auf der heimischen Fensterbank oder dem Balkon selber zieht. Bei Kältegefahr ist der Basilikum dann schnell mal ins Warme evakutiert. Außerdem ist das viel preiswerter als der ständige Töpfekauf im Supermarkt. Und man ist nicht auf das Supermarkt-Sortiment angewiesen, sondern kann auch mal Kräuter ausprobieren, die man dort nicht zu kaufen kriegt. Viele lassen sich probemlos in Töpfen oder Blumenkästen kultivieren und sind damit auch verfügbar, wenn man keinen eigenen Garten oder wenigstens ein kleines Stückchen Beet am Haus hat. Je nach Ansprüchen der Pflanzen muss man  diese an ein Fenster/Balkon mit Süd-, Süd-Ost- oder Ostausrichtung stellen. Einige vertragen aber auch weniger günstige Lagen nach Westen oder gar Norden. Hier meine Erfahrungen: Weiterlesen

Selbstgemachte Brombeermarmelade

Die Brombeeren sind reif! Und dieses Jahr sind sie sehr schön geworden. Große, saftige Früchte mit viel Aroma. Der Mix aus Regen und Sonne, dieses eher an April- denn an Sommerwetter erinnernde Gemisch, hat ihnen wohl gefallen. An der Nidda gibt es viele Brombeerhecken, die zusammen mit Apfel- und Mirabellenbäumen, Holundersträuchern und anderem zu dichten Gehölzen zusammenfinden und reichliche Ernte versprechen – zumindest wenn man sich ein paar Meter von den Fußwegen entfernt, da wo die normalen Spaziergänger nicht mehr anzutreffen sind. In kurzer Zeit waren die mitgenommenen Behältnisse gefüllt und die Waage zeigte stolze 2,5 kg Ertrag.

Diese Mengen wollen natürlich verarbeitet werden. Dieses Jahr gab es daher neben der seit Jahren bewährten Brombeer-Holunder-Marmelade und dem leckeren Brombeer-Likör, diese reine Brombeermarmelade – ohne weiteren Begleiter oder irgendwelchen Schnickschnack… von der Vanillschote abgesehen, die den Geschmack noch etwas hebt. Ein kleiner Rest Beeren ist nun noch übrig – für Gelee leider viel zu wenige, das gibt es also erst nächstes Jahr. Aber für eine rote  Grütze würde es reichen – mal schauen.

Brombeeren - frisch geerntet

Brombeeren - frisch geerntet

Zutaten
  • 1 kg Brombeeren
  • 1 kg Gelierzucker (1:1)
  • 1/2 Vanilleschote
  • Saft 1/2 Zitrone
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Teriyaki-Lachs auf Wasabi-Gurkensalat

Der Rezepttitel klang so ungewöhnlich, dass ich neugierig reingeschaut habe. Die Zutatenliste liest sich wie eine Kombination verschiedener Esskulturen. Japan überwiegt eindeutig. Aber Zutaten wie Creme fraiche, Rosmarin und Basilikum würde ich eher der französischen Küche zuordnen. Auf jeden Fall klang das ganze so interessant, dass ich beschloss es auszuprobieren. Fisch sollte ohnehin auf den Tisch, warum also nicht in dieser Form?

Das Resultat war lecker. Auch wenn ich die getrockneten Rosenblätter weglassen musste.  Durch das Dämpfen wurde der Fisch wunderbar zart und saftig. Ach ja, Wasabipaste hatte ich keine und musste mir daher mit Wasabipulver behelfen – das geht auch ist aber weniger intensiv. Durch den Gurkensalat ist es ein prima Sommerrezept, zu dem nasskalten Tag passte es nicht ganz so gut.

Künftig würde ich dieses Rezept eher als Vorspeise servieren und nicht – wie diesesmal – als Hauptgang. Denn irgendwie wurde ich nicht so richtig satt. 😉

Teriyaki-Lachs auf Wasabi-Gurkensalat

Teriyaki-Lachs auf Wasabi-Gurkensalat

Zutaten
  • ½ Zehe Knoblauch
  • ½ TL Ingwer
  • ½ Chilischote
  • ½ Limette
  • 1 EL Sojasoße, hell
  • 1 EL Ahornsirup (ersatzweise brauner Zucker)
  • 1 EL Reiswein
  • 350 g Lachsfilet mit Haut, ohne Gräten
  • 10 Pfefferkörner, schwarz
  • 10 rosa Pfefferbeeren
  • ½ TL Rosenblätter, getrocknet
  • 200 ml Fischfond
  • ¼ Bund Basilikum
  • ½ Zweig Rosmarin
  • ¼ Bund Koriandergrün
  • 2 Lorbeerblätter
  • Olivenöl
  • Salz
Für den Salat
  • 1 Gurke
  • 1 rote Zwiebel
  • ½ Zehe Knoblauch
  • ½ TL brauner Zucker
  • 1 EL Crème fraiche
  • ½ Limette, unbehandelt (ersatzweise Zitrone)
  • 1 TL Wasabipaste
  • 2 Zweige Koriandergrün
  • etwas getrocknete Chili
  • Salz und Pfeffer

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Bruschette mit Tomaten

Ich liebe Bruschette. Sie sind eine schöne, pikante Vorspeise, ein solides Standbein für ein Essen. Oder ein leckerer Begleiter zum Prosecco, auch mal ohne weitere (Haupt-)Gänge.

Bruschetta-Varianten gibt es viele, im Sommer ist mir aber die mit den Tomaten am liebsten. Und da meine Balkon-Tomaten nach einigen Tagen Kreißens gestern eine große Schüssel länglicher, kleiner Früchte gebaren, hatte ich reichlich Material. Außerdem kamen noch getrocknete Tomaten zum Einsatz, die ich Tags vorher kurzerhand selbst in  Öl eingelegt habe, weil ich keine fertig verwürzte Sache haben wollte. Und schließlich habe ich auch die Ciabatta selbst gemacht, um unliebsamen Überraschungen auszuweichen. Hier also ein beinahe komplett autarkes Rezept (die getrockneten Tomaten und die Rauke musste ich zukaufen).

Zutaten

Ciabatta (Teigansatz am Vorabend!)

  • 600 g Weizenmehl Typ 550
  • 100 g Vollkornmehl
  • 1/2 Würfel Frischhefe
  • 1 TL Salz
  • 125 ml Milch
  • 175 – 250 ml Wasser
  • 2 EL Olivenöl

In Öl eingelegte Tomaten (Zubereitung am Vortag)

  • 75 g getrocknete Tomaten
  • 200 ml Wasser
  • Anna Forno’s Kräuterpaste (siehe Rezept)
  • Olivenöl

Belag

  • 8 in Öl eingelegte Tomaten
  • 300 g Kirschtomaten
  • 1 EL Kapern
  • 1 Bund Rucola/Rauke
  • Salz, Pfeffer, evtl etwas Balsamicoessig

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Tabouleh: Petersiliensalat für einen heißen Sommertag

Oder schreibt man das Tabbouleh oder gar Tabboulleh? Alle drei Schreibweisen habe ich jedenfalls in verschiedenen Rezepten gefunden – Tabouleh schien mir dabei die „richtigste“ Schreibweise zu sein.

Dieser Salat (oder Beilage) ist besonders gut für heiße Tage geeignet und ein prima Mitbringsel für die Grill-(aber auch jede andere)party. Und heute ist es wirklich heiß. Das Thermometer zeigt 32 Grad an und das bei einer unangenehm hohen Luftfeuchtigkeit. Aber für einen Grillabend ist das schon okay – besser als wenn es zu kalt ist… das hatten wir diesen Sommer ja oft genug. Und für die Grillrunde war dieser Salat auch gedacht.  Die Kombination aus Petersilie und Minze ist sehr lecker – sie verleiht dem Salat zusammen mit dem Zitronensaft eine besondere Frische.  Im Gegensatz zu grünem oder gemischtem Salat kann man Tabouleh sehr gut vorbereiten und im Kühlschrank aufbewahren. Da fällt nichts zusammen oder wird welk. Tabouleh passt nicht nur zu anderen arabischen Essen sondern auch zu „deutschen“ Grillgerichten.

Zutaten
  • 1 Tasse Bulgur
  • 2 Tassen feingehackte glatte Petersilie
  • 2 – 3 EL feingehackte Minze
  • 1 Tasse feingehackte Zwiebeln
  • 1 Tasse grob gehackte Tomaten
  • 1/2 Tasse Olivenöl
  • 3/4 Tasse Zitronensaft (das sind ca. 3 – 4 Zitronen)
  • Salz, Pfeffer

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Käse-Tomaten in Sahnesauce

Die eigenen Balkontomaten fangen langsam an, zu erröten. Allerdings, die Sorte „Ravello“ ist eher sowas wie eine große Datteltomate. Bin ja mal gespannt, wie die schmecken.

Dein Kochbuch das unbekannte Wesen

Dein Kochbuch das unbekannte Wesen

Schon längst aber gibt es auf dem Markt Freilandtomaten aus der Regio in vielen Variationen. Auf fetten Kram habe ich heute keine Lust, also gibt es gefüllte Tomaten nach einem Rezept aus einem alten Kochbuch, das wohl schon 1973 bei einem uns allen bekannten Kaffeeröster neben den Pfundpackungen im Regal lag, aber an sich von Gräfe und Unzer ist, die ja schon immer sehr gute Kochbücher verlegt haben. Kochen heute. Feinschmeckers großes Grundkochbuch von Arne Krüger und Annette Wolter ist ein rund 2 kg schwerer Wälzer mit über 1000 Seiten. Wer da nichts findet … Aber zugegebenermaßen verwende ich es nur sehr, sehr selten. Eigentlich nur, um die Details für die Käse-Tomaten nachzuschlagen, grob habe ich das Rezept immer im Kopf. Deswegen passt dieses Rezept zu DKduWDein Kochbuch das unbekannte Wesen, einem Dauer-Blog-Event von Foodfreak.

Zutaten für 4 Tomatenliebhaber
  • 8 reife, große Tomaten
  • 1/2 TL Selleriesalz
  • 1 Messerspitze Knoblauchsalz
  • 2 Scheiben Weißbrot oder 1 altbackenes Brötchen
  • 1 Bund Petersilie
  • 1 Zitrone
  • 2 Ecken Schmelzkäse
  • 4 EL feingeschnittener gekochter Schinken
  • 2 EL Bratfett
  • einige Spritzer Worcestersauce
  • 1/2 Tasse saure Sahne
  • 1 gestrichener  TL Speisestärke
  • 1 gestrichener TL Zucker
  • etwa 4 EL Wasser
  • etwa 375 Kalorien … äh, halt, die muss man nicht dazupacken, die sind laut Rezept pro Portion schon mit drin

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Käse-Tomaten in Sahnesauce

Martina 14:38