Spargel-Lasagne mit Garnelen, klassisch

Spargel-Garnelen-Lasagne mit Mozzarella

Spargel-Garnelen-Lasagne mit Mozzarella

Manchmal holen mich Rezepte aus der Vergangenheit ein. So hat meine Mutter auch immer Aufläufe gemacht. Nicht mit Sahne und Ei erschlagen, sondern aufwändig gerührte Bechamelsauce, die zwar keine kochtechnische Schwierigkeit ist, aber durchaus ihre Tücken hat. Verbrennt das Mehl, ist Schluss mit lustig und das Ganze klumpt, wie Bolle, und ist auch nicht mehr zu retten. Ich war ganz freudig, dass mir die Bechamel gelungen ist, die mache ich ja auch nicht alle Tage. Und der Geschmack ist wirklich anders als Sahne- oder Eieraufläufe, weicher und smother. Ich finde fast, dass Bechamelsauce, die eigene Textur der Zutaten, Spargel, Garnelen und Mozzarella besser unterstützt. Vielleicht war’s auch einfach auch nur weil es mir superlecker geschmeckt hat. Viel Freude beim Nachkochen.

Zutaten
  • 500 g grüner Spargel
  • 100 g Garnelen, geschält
  • 1 Bio Zitrone
  • 1 Teelöffel Fenchelsamen
  • 1 Schalotte
  • 30 g Butter
  • 100 ml Weisswein
  • 1 Prise Zucker
  • 1 Büffelmozzarella
  • 50 geriebener Pecorino
  • 200 ml Milch
  • 100 ml Sahne
  • 30 g Mehl
  • Lasagne-Nudelplatten nach Bedarf
  • Pfeffer und Salz, und natürlich reichlich Muskat

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Meidet Tütensuppen und Dosenchampignons. Ansonsten ist (fast) jeder Fisch willkommen, wenn er sich in der Pfanne ordentlich benimmt.

Shepherd's Pot Pie, englischer Schäferkuchen

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Shepherd’s Pie, oder auch wie ich ihn im Topf gemacht habe, als Sheperd’s Pot Pie ist ein wunderbares Winteressen. Ich stelle mir vor eine Schafherde in den Midlands, es bläst und stürmt und zwischendrin kommt der unvermeidliche Regenguss. Was wird der Schäfer tun um sein Abendessen zubereiten. Er greift auf seine lokalen Produkte zurück Lammfleisch, Schafskäse, Kartoffeln und zaubert daraus ein herzhaftes Essen, und schliesst bei Sonnenuntergang seine Tür, während seine Hütehunde seine Herde bewachen. Okay ich hab in den letzten Wochen zuviel Uta Danella gesehen 😉 . Ich habe kein Lammhack verwendet, dennoch habe ich versucht möglichst nahe am an einem möglichen Original zu bleiben. Und es ist wirklich ein sehr leckeres schnelles Winteressen. Viel Spass beim Nachkochen.!

Zutaten
  • 250 g Rinderhackfleisch
  • 1 kleine Zwiebel
  • 1 Knoblauchzehe
  • etwas Rinderbrühe
  • einige Esslöffel Rapsöl
  • 1 grosse Scheibe Hokkaidokürbis
  • 6 mehlig kochende Kartoffeln
  • 50 ml Milch
  • 50 ml Sahne
  • 100 g Schafskäse (Feta)
  • 3 Zweige glatte Petersilie
  • Pfeffer, Salz und Muskat

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Meidet Tütensuppen und Dosenchampignons. Ansonsten ist (fast) jeder Fisch willkommen, wenn er sich in der Pfanne ordentlich benimmt.

Blumenkohlauflauf mit Schinken und Käse

Foto: Blumenkohlauflauf mit Schinken und Käse

Blumenkohlauflauf mit Schinken und Käse

Ein Klassiker: Blumenkohl, Schinken und Käse. Der Auflauf macht wenig Arbeit und das Rezept ist wirklich kinderleicht. Und ich frage mich mal wieder, wozu um alles in der Welt braucht es diesen blöden „M….. Fixfür Blumenkohl-Gratin“-Mist? Das muss doch wirklich nicht sein.  Wichtig ist ein guter gekochter Schinken und ein würziger Käse. Emmentaler ist schon mal eine gute Wahl, dazu noch etwas Greyerzer. Alternativ ist auch mittelalter Gouda gut geeignet.

Zutaten
  • 1 kleiner Blumenkohl
  • 150 g gekochter Schinken
  • 200 ml süße Sahne
  • 3 mittelgroße Eier (Klasse M)
  • 125 g Käse (z.B. je zur Hälfte Emmentaler und Greyerzer)
  • Salz
  • Pfeffer
  • Muskat
  • etwas Butter

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Kocht gerne und fast täglich. Probiert oft Neues aus. Wenn’s sein muss, auch mal aus der Convenience-Food-Abteilung (aber wirklich nur gaaanz selten), was dann auch regelmäßig hier verbloggt wird.

Pikanter Sauerkraut-Hackfleisch-Auflauf

Foto: Pikanter Sauerkraut-Hackfleisch-Auflaufac

Pikanter Sauerkraut-Hackfleisch-Auflaufac

Nach dem Durchforsten der Vorräte habe ich beschlossen, einen Resteverwertungstag einzulegen. Vor allem diese Zutaten mussten baldigst verarbeitet werden: Ein Rest Rinderhackfleisch, eine halbe Packung Sauerkraut, Kartoffeln, die bereits anfingen zu keimen. Google lieferte dazu recht schnell ein Rezept, das mir spontan gefiel: Ein Sauerkraut-Hackfleisch-Auflauf bei laiseacker.de. Die übrigen Zutaten waren keine Herausforderung, die habe ich fast immer im Haus. Und so ging’s gleich ans Werk. Die Mengen habe ich etwas geändert: mehr Kartoffeln und mehr Frischkäse damit es sicher für Zwei reicht. 😉 Dafür nur zwei Wacholderbeeren, diese aber im Mörser angequetscht. So geben sie besser ihr Aroma ab und man braucht weniger. Für frischen Majoran ist es noch etwas zu früh. Obwohl die Natur bestimmt drei Wochen vor ihrer Zeit ist, fängt der Majoran gerade erst an auszutreiben, und so kam der getrocknete vom letzten Jahr zum Einsatz.

In der Rezeptvorlage wurden Kartoffeln, Fleisch und Sauerkraut in Streifen nebeneinander in die Auflaufform gegeben. Das sieht zwar optisch ansprechender aus – wie man bei laiseacker.de sehen kann -, aber ich hatte Bedenken, dass Fleisch und Kartoffeln beim Backen zu trocken würden und habe alles übereinander eingeschichtet.  Das Ergebnis hat mir  Recht gegeben. Der Auflauf wurde saftig und sehr lecker und würzig. Beilage braucht’s dazu zwar keine, aber ein kleiner grüner Salat passt gut.

Zutatenliste
  • 250 g Sauerkraut
  • ein guter Schuss Sekt, Prosecco oder Weisswein
  • 1 große Zwiebel
  • 200 g Hackfleisch
  • 200 ml süße Sahne
  • 100 ml Gemüsebrühe
  • 75 g Frischkäse
  • 350 g Kartoffeln
  • 1 EL Butter
  • 1 EL neutrales Öl
  • 1 frisches oder getrocknetes Lorbeerblatt
  • 2 Wacholderbeeren,
  • 2 TL frischer oder 1 TL getrockneter Majoran
  • 1 TL Zucker
  • Salz
  • Pfeffer

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Tomatiger Gnocchi-Kürbis-Auflauf mit Büffelmozzarella

Foto: Tomatiger Gnocchi Kürbis-Auflauf mit Büffelmozzarella

Tomatiger Gnocchi-Kürbis-Auflauf mit Büffelmozzarella

Und noch einmal Simultankochen. Nach den Rosinenschnecken diesesmal ein Kürbis-Gnocchi-Auflauf. Im Gegensatz zu den Rosinenschnecken, war es aber kein Zufall. Vielmehr habe ich die Kochidee von Lotta-Martina am letzten Mittwoch aufgegriffen, die sie mir im Chat verraten hatte. Das Rezept von chefkoch.de gefiel mir auf Anhieb – auch, weil ich noch einen kleinen Hokkaido-Kürbis da hatte, der verarbeitet werden wollte. Das Rezept habe ich etwas abgewandelt. Anstelle von einem viertel Liter Gemüsebrühe und etwas Tomatenmark, habe ich eine knappe Packung passierte Tomaten und etwas gekörnte Gemüsebrühe genommen. Außerdem habe ich mehr Basilikum verwendet und – wie meist, wenn Tomaten im Spiel sind – ein wenig Zucker zugegeben. Die Soße wird recht dickflüssig. Es empfiehlt sich, dann ein klein wenig Wasser zuzugeben. Auch die Kochzeit habe ich etwas verlängert. Nach der angegebenen Zeit war mir der Kürbis doch noch etwas zu „al dente“. Das Ergebnis hat mir sehr gut gefallen.

Und bitte: auf jeden Fall einen richtigen Mozzarella aus Büffelmilch nehmen und nicht diese geschmacksneutralen Gummikugeln aus Kuhmilch.

Zutaten
  • 1 Zwiebel
  • 200 g Rinderhackfleisch
  • 2 EL Olivenöl
  • Salz und Pfeffer
  • 1 TL Currypulver
  • etwas gemahlene Chili
  • 1 Knoblauchzehe
  • 1 TL gekörnte Gemüsebrühe
  • 400 ml passierte Tomaten
  • 1 TL Zucker
  • 300 g Kürbisfleisch (Hokkaido)
  • 100 g Crème fraîche
  • 1/2 Bund Basilikum
  • 500 g Gnocchi (aus dem Kühlregal oder selbstgemacht)
  • 125 g Büffelmozzarella (das ist eine Kugel)

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Nudelauflauf mit Thunfisch, Mangold und Mozzarella

Foto: Portion Nudelauflauf mit Thunfisch, Mangold und Mozzarella

Portion Nudelauflauf mit Thunfisch, Mangold und Mozzarella

Nudelaufläufe sind immer eine leckere und abweschslungsreiche Angelegenheit. Und sie lassen sich oft auch gut vorbereiten. So wie dieser hier.  Mittags vorbereitet und Abends nach dem Heimkommen nur noch den Ofen anwerfen und den vorbereiteten Nudelauf für ca. 40 Minuten hineinschieben. Das ist alles, keine weitere Arbeit – na außer dem Öffnen der Weinflasche. 😉

Anstelle von Mangold kann man übrigens auch Spinat nehmen.

Zutaten
  • 200 g Fusilli oder Penne
  • 2 EL Butter
  • 1 Knoblauchzehe
  • 1  Zwiebel
  • 2 EL Olivenöl
  • 1 TL Speisestärke
  • 1 Dose (400 g)  gehackte Tomaten
  • 1 TL Thymian (möglichst frisch, getrocknet geht aber auch)
  • 1 TL Oregano frisch oder getrocknet
  • 1/2 Bund glatte Petersilie
  • 1 TL Zucker
  • 2 EL Balsamico
  • 1 Dose Thunfisch in eigenem Saft (ca. 180 g Abtropfgewicht)
  • Salz
  • Pfeffer
  • 2 EL Mehl
  • 200 ml Milch
  • 250 g Mangold (oder Spinat)
  • 20 g Parmesan
  • 125 g Mozzarella
  • 50 g Emmentaler

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Birnen-Kürbis-Kartoffel-Auflauf mit Speck und Käse

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Kürbis-Birnen-Auflauf

So ein Birnbaum ist sehr ertragreich. Man glaubt es nicht was da zusammen kommt an Früchten. Ich bereite wirklich alles zu, was mir einfällt mit Birnen. Frage mich aber was haben die Menschen vor hundert Jahren als unser Birnbaum gepflanzt, wurde mit all diesen Birnen gemacht. Eingemacht in Weckgläsern?, die wurden übrigens in Königstein erfunden von dem gleichnamigen Herrn. Nein nicht Herr Weckglas, sondern Herr Weck. Wenn man so viele Birnen hat hat dann ab damit in den Ofen, und deshalb gibt’s heute Birnen-Kürbis-Kartoffel-Auflauf. Kann man übrigens auch machen, wenn man keinen Birnbaum im Garten hat, geht schnell und ist richtig lecker.

 

Zutaten für einen mittelgrossen Auflauf (für 2 Personen)
  •  4 grosse Kartoffeln
  • 1 Handvoll Kürbisschnitze, 3 mm Dicke
  • 3 Birnen
  • 40 g Speck
  • 80 g Käse in Stücken
  • 10 g Butter
  • 1 Ei
  • 100 ml Sahne
  • Pfeffer und Salz
  • 1 Prise Muskat

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Hähnchenbrustfilet mit Zuckerschoten in Pesto-Sahne

Foto: Hähnchenbrust mit Zuckerschoten in Pesto-Sahne

Hähnchenbrust mit Zuckerschoten in Pesto-Sahne

Eigentlich ist es ja Wahnsinn, bei diesen Temperaturen (über 30 Grad) auch noch den Backofen anzuwerfen. Andererseits kann man, sobald das Hähnchenfilet im Ofen schmurgelt getrost die Küche verlassen (Okay, zum Nudeln kochen und anrichten muss man sie natürlich nochmal betreten ;-)). Und außerdem mussten die restlichen Hähnchenbrustfilets vom Freitag verarbeitet werden.

Das Gericht macht wenig Arbeit, wenn man fertige Pesto kauft oder welche auf Vorrat hat und ist sehr lecker. Wenn es auch nicht gerade leichte Sommerküche ist. Die Pestosahne passt prima zu den Zuckerschoten, natürlich auch zum Hähnchen und den Tagliatelle. Ich habe am Ende noch ein wenig geriebenen Parmesan darüber gestreut, aber das ist kein Muss.

Zutaten
  • 200 g Zuckerschoten
  • Salz
  • 150 g Tomaten
  • 2 Hähnchenfilets (ca. 300 g)
  • 3 EL Öl
  • Pfeffer
  • 200 g Schlagsahne
  • 2 TL Speisestärke
  • 4 EL Pesto alla Genovese
  • 125 g Tagliatelle oder andere Bandnudeln
  • etwas Öl für die Auflaufform

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Gnocchi-Spargel-Gratin in Paprikarahm

Foto: Gnocchi-Spargel-Gratin vor dem Backen (noch ohne Käse)

Gnocchi-Spargel-Gratin vor dem Backen (noch ohne Käse)

Der letzte Spargel für dieses Jahr. Diesmal zusammen mit Gnocchi in einer pikanten Paprika-Rahm-Soße und mit Käse gratiniert. Da die Sättigungsbeilage in Form der Gnocchi schon dabei ist, braucht es eigentlich keine weiteren Beilagen. Angesichts der reichlichen und ausgesprochen leckeren Rahmsoße, empfehle ich aber dringend etwas Baguette oder Ciabattabrot dazu zu reichen. 😉

Natürlich schmecken selbstgemachte Gnocchi am besten. Aber wenn die Zeit zu knapp ist oder man, so wie ich, bei den heißen Temperaturen der letzten Woche, nicht so ewig lange in der Küche stehen mag, sind auch Fertig-Gnocchi aus der Frischetheke völlig in Ordnung.

Zutaten
  • 2 rote Paprika
  • 1 Chilischote
  • 1 Zwiebel
  • 2 Knoblauchzehen
  • 4 EL Olivenöl
  • 1 EL Paprikapulver, edelsüß
  • 150 ml Gemüsebrühe
  • 200 ml süße Sahne
  • Salz
  • Pfeffer
  • 500 g grüner Spargel
  • 500 g selbstgemachte Gnocchi
  • 125 g Käse (Emmentaler, Edamer oder Gouda)
  • 1 EL Butter
  • 1 EL Thymianblättchen (3-4 Zweiglein)

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Solidarität mit Griechenland – kochen mit griechischen Produkten: Pastitsio

Es ist unfassbar, was man mit Griechenland anstellt. Anstelle eines geordneten Insolvenzverfahrens und notwendiger Reformen, gibt es ein Rettungspaket nach dem anderen, Anleihenrückkäufe und Zentralbankgeld, damit Banken und Hedgefonds ihren Reibach machen und nicht fällige Abschreibungen und Verluste realisieren müssen. Während bei den Menschen in Griechenland so gut wie nichts von den „Hilfspaketen“ ankommt. Bei manchen dieser „Solidaritätsaktionen“ weiß man gar nicht ob man lachen oder weinen soll, wie z.B. bei dieser besonders hirnrissigen Aktion des Handelsblattes aus dem Jahre 2010: „Wir kaufen griechische Staatsanleihen“. Hm, wem nutzte wohl der Kauf von diesen Schrottpapieren am Sekundärmarkt? Den Griechen? Wohl kaum. Eher dagegen diversen Banken, Fonds, Versicherungen und Hedgefonds, die die akut ausfallgefährdeten Papiere seinerzeit an Dumme weiterreichen konnten. So reduzierten deutsche Banken ihr Engagement in Griechenland alleine im letzten Quartal 2010 um ca. 6 Mrd. auf 34 Mrd. € und deutsche Versicherer reduzierten ihre Anlagen von 5,8 Mrd. € in 2010 bis Ende März 2011 auf 2,8 Mrd. €  – gelebte Solidarität (Zahlen aus dem Buch „Der grösste Raubzug der Geschichte“ von Matthias Weik und Marc Friedrich). Okay, das ist hier aber kein Wirtschaftsblog sondern ein Kochblog ;-). Also zurück zum Thema: Kochen mit griechischen Produkten. Denn Wohlstand entsteht nicht durch das Bedrucken von Papier- oder Baumwollfetzen, die man dann „Geld“ nennt, sondern durch die Produktion von Gütern und Dienstleistungen – und natürlich ihrem anschließenden Verkauf. Und so beschloss ich, beim Einkauf bevorzugt griechische Produkte zu nehmen Und natürlich sollte es auch einen griechisches Gericht geben. Meine Wahl fiel auf Pastitsio, einen griechischen Nudelauflauf, ähnlich wie Moussaka, nur halt mit Makkaroni an Stelle von Auberginen.

griechische Produkte

griechische Produkte

Die Bilanz meines Einkaufs fiel allerdings mehr als enttäuschend aus. Ich habe so gut wie keine griechischen Produkte gefunden. In der Gemüseabteilung absolute Fehlanzeige: Obst und Gemüse kommen aus Ägypten, Holland, Marokko, Israel, Spanien… nur nicht aus Griechenland. Beim Käse sah es kaum besser aus. Lediglich beim Feta von Patros stand drauf, dass er aus griechischer Ziegenmilch hergestellt wurde. An der Käsetheke gab es dagegen genau Null Käse aus Griechenland – also musste ich Greyerzer statt Kefalotiri für den Pastitsio nehmen. Und so ging es dann weiter: Pasta, Wurst, Fleisch, Fisch, Obst- und Gemüse-Konservern. Nichts auf dem Griechenland als Herkunftsland stand – nicht einmal bei den kleinen Kritharaki-Nudeln. Etwas besser sah es dann bei Oliven und Olivenöl aus. Da gab es etliche griechische Produkte und so wanderte eine Flasche kretisches Olivenöl in meinen Einkaufswagen. Aber zumindest ein griechischer Wein sollte doch noch zu finden sein. Genau gesagt gab es sogar 5 – ungefähr soviel wie aus Ungarn, der Schweiz oder Tirol – einen Likörwein, zwei Rotweine und zwei Weißweine. Der eine Weißwein war lieblich, der andere eine Retsina und dessen Harzton mag ich überhaupt nicht. Also nahm ich die beiden Rotweine und den Likörwein mit. Der kretische Rotwein hat mir richtig gut gefallen. Die 0,75-l-Flasche für 2,99 € geht in Ordnung. Anders sah das mit den übrigen Produkten aus: Der Feta war teuer und hat mir geschmacklich deutlich weniger gefallen, als der preiswertere bulgarische direkt im Fach daneben – wieder mal ein Beispiel für ein überteuertes Markenprodukt, wo man wohl mehr wert auf Werbung als auf Qualität zu legen scheint. Das gleich gilt für das Olivenöl, deutlich teurer als das gut getestete von Aldi und geschmacklich weniger ansprechend.

Auch wenn das jetzt nicht unbedingt repräsentativ war.  Aber bei mir bleibt als Fazit: griechische Produkte sind kaum im Supermarkt anzutreffen. Und wenn dann sind sie eigentlich zu teuer im Vergleich zu den Konkurrenzprodukten. Da dürften die Griechen noch einen weiten, steinigen Weg vor sich haben.

So, jetzt aber zum Rezept. Das ist richtig lecker. Man sollte es aber unbedingt mit Lammhack (das kam übrigens aus Neuseeland) machen und Rinderhack nur im äußersten Notfall nehmen. Es ist einfach ein anderer Geschmack.

Zutaten
  • 250 g Makkaroni
  • 1 Zwiebel
  • 250 g Lammhackfleisch (Rinderhack geht zur Not auch)
  • 1/2 Dose (= 200 g) gehackte Tomaten
  • 50 ml trockener, kräftiger Weißwein (ein Müller-Thurgau passt sehr gut)
  • 3 EL Olivenöl
  • 1-2 EL Tomatenmark
  • 1/2 Bund frische glatte Petersilie
  • 1/2 TL gemahlener Piment
  • 1/2 TL gemahlener Zimt
  • schwarzer Pfeffer
  • Salz
  • 60 g geriebener Kefalotiri (alternativ: Greyerzer)
Griechische Béchamelsoße
  • 375 ml Vollmilch
  • 30 g Butter
  • 40 g Weizenmehl (Type 405)
  • 2 Eier Größe M
  • 30 g frisch geriebenen Kefalotiri (alternativ Greyerzer)
  • 1-2 EL Zitronensaft
  • Muskatnuss
  • Pfeffer
  • Salz

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Kocht gerne und fast täglich. Probiert oft Neues aus. Wenn’s sein muss, auch mal aus der Convenience-Food-Abteilung (aber wirklich nur gaaanz selten), was dann auch regelmäßig hier verbloggt wird.

Solidarität mit Griechenland – kochen mit griechischen Produkten: Pastitsio

Jürgen 11:32