Penne mit Artischocke und Mozzarella

penne-artischocken-tomaten-mozarella

Haben sie gewusst, dass die Erntezeit von Artischocken von Februar bis Ende April ist? Weiss ich aus dem Fernsehen, ja das bildet. Und wenn man RTL schaut, weiss man auch, welche Käfer man in der Südsee essen kann. Nun interessieren mich die Südseekäfer eher weniger, aber ich habe einen Beitrag über Artischockenanbau in Latium gesehen, das ist ein Landstrich bei Rom. Dort hat die Oma dieses köstliche Essen gekocht und da braucht man kein Rezept. Sie hat es einfach vorgekocht. Und das ist das Ergebnis!

Zutaten für 2 Personen
  •  200 g Penne
  • 1 grosse Artischocke
  • ½ Dose gewürfelte Tomaten
  • 1 Teelöffel Oregano
  • 1 Knoblauchzehe
  • 1 Schalotte
  • 1 Scheibe Schinkenspeck
  • 2 Esslöffel Olivenöl
  • 30 ml Gemüsebrühe
  • 1 mittelgrossen Büffelmozarella
  • Pfeffer und Salz

Weiterlesen

Gebackene Rote Bete mit Ziegenkäse und Honig

gebackene-randen-ziegenkäse-gebackene-rote-bete-ziegenkäse

Ich muss gestehen, dass ich so etwas noch nicht gegessen habe. Rote Bete aus dem Backofen, ist ein ausserordentliches Geschmackserlebnis. Und es ist auch ganz schön entfernt von der verschweissten Variante von Rote Bete, aber auch der sorgfältig zubereiteten, gekochten Variante zuhause. Die Rote Bete, oder auch Randen, wie sie alemannischen Raum bezeichnet werden, bekommen durch die Kombination von Olivenöl und Orangensaft eine eigenwillige Note, fast sanft und  gar nicht erdig und muffig, wie die gekochte Variante, es oft ist. Was wäre ein Foodblogger, ohne Küche? Unmöglich, wie ein Schokokeks ohne Schoko. Was wäre ich ohne Saisonküche, wahrscheinlich ein verlorener, Currywurst essender Junkie. Danke an Saisonküche für das Rezept!

Zutaten, Vorspeise für vier Personen
  • 4 Rote Bete
  • 4 Esslöffel Olivenöl
  • 3 Zweige Thymian
  • 1 Bio-Orange
  • 4 Ziegenfrischkäse
  • 1 Esslöffel Honig
  • Meersalz, Pfeffer

Weiterlesen

Piccata Milanese nach Sternekoch Frank Rosin

Foto: Piccata Milanese mit Basilikum-Spaghetti (nach Frank Rosin)

Piccata Milanese vom Kalb mit Basilikum-Spaghetti (nach Frank Rosin)

Es war purer Zufall, dass ich auf dieses Rezept gestoßen bin. Beim Zappen bin ich letztens bei kabel1 in der Sendung „Rosins Restaurants – Ein Sternekoch räumt auf“ gelandet. Das ist nicht etwa ein deutsches Remake von „Ein Mann sieht rot“, sondern lediglich ein Abklatsch des RTL-Formates „Die Kochprofis – Einsatz am Herd“. Braucht kein Mensch und ich wollte schon weiterzappen, als ich den Hinweis auf die Rezepte zur Sendung sah. Also habe ich mich mal auf der Webseite zur Sendung umgeschaut und ein wenig in den Rezepten gestöbert. Besonders interessiert hat mich dann das Rezept für Piccata Milanese, die hatte ich nämlich für den nächsten Tag geplant. Der Unterschied in der Zubereitung zu meinen bisherigen Piccatas war jetzt nicht so groß, aber in einem Punkt entscheidend: Nämlich bei der Hülle für das Fleisch. Hier wird das Fleisch nicht wie ein Wiener Schnitzel, nacheinander in Mehl, Ei und Semmelmehl (bzw. Parmesan) gewälzt, sondern alles wird zu einer Art dickflüssigem Teig verrührt, mit dem das leicht mehlierte Fleisch umhüllt wird. Die Hülle wird dadurch etwas dicker und schmeckt durch die höhere Parmesanmenge intensiver. Das Fertiggaren im Ofen fand ich auch eine gute Idee. So zart und saftig ist mir das Kalbfleisch noch nie gelungen. Hat mir insgesamt sehr gut gefallen. Ebenso wie die Basilikumspaghetti, die hervorragend dazu passen. Das Rezept kriegt einen Stammplatz!

Zutaten
  • 300 g Kalbssteakhüfte
  • 100 g Parmesan
  • 50 g Mehl
  • 2 Eier Größe M
  • 50 ml Sahne
  • 4 EL Olivenöl
Für die Basilikumspaghetti
  • 200 g Spaghetti
  • 1 Bund Basilikum
  • 30 g Parmesan
  • 10 g Pinienkerne
  • 150ml Olivenöl
  • Salz, Pfeffer
Für die Tomatensoße
  • 1 Zwiebel
  • 1 Dose (400 g) gehackte Tomaten
  • 1 Knoblauchzehe
  • 1 EL Olivenöl
  • 2 Zweige Rosmarin
  • 2 Zweige Thymian
  • Salz, Pfeffer
  • Prise Zucker

Weiterlesen

Solidarität mit Griechenland – kochen mit griechischen Produkten: Pastitsio

Es ist unfassbar, was man mit Griechenland anstellt. Anstelle eines geordneten Insolvenzverfahrens und notwendiger Reformen, gibt es ein Rettungspaket nach dem anderen, Anleihenrückkäufe und Zentralbankgeld, damit Banken und Hedgefonds ihren Reibach machen und nicht fällige Abschreibungen und Verluste realisieren müssen. Während bei den Menschen in Griechenland so gut wie nichts von den „Hilfspaketen“ ankommt. Bei manchen dieser „Solidaritätsaktionen“ weiß man gar nicht ob man lachen oder weinen soll, wie z.B. bei dieser besonders hirnrissigen Aktion des Handelsblattes aus dem Jahre 2010: „Wir kaufen griechische Staatsanleihen“. Hm, wem nutzte wohl der Kauf von diesen Schrottpapieren am Sekundärmarkt? Den Griechen? Wohl kaum. Eher dagegen diversen Banken, Fonds, Versicherungen und Hedgefonds, die die akut ausfallgefährdeten Papiere seinerzeit an Dumme weiterreichen konnten. So reduzierten deutsche Banken ihr Engagement in Griechenland alleine im letzten Quartal 2010 um ca. 6 Mrd. auf 34 Mrd. € und deutsche Versicherer reduzierten ihre Anlagen von 5,8 Mrd. € in 2010 bis Ende März 2011 auf 2,8 Mrd. €  – gelebte Solidarität (Zahlen aus dem Buch „Der grösste Raubzug der Geschichte“ von Matthias Weik und Marc Friedrich). Okay, das ist hier aber kein Wirtschaftsblog sondern ein Kochblog ;-). Also zurück zum Thema: Kochen mit griechischen Produkten. Denn Wohlstand entsteht nicht durch das Bedrucken von Papier- oder Baumwollfetzen, die man dann „Geld“ nennt, sondern durch die Produktion von Gütern und Dienstleistungen – und natürlich ihrem anschließenden Verkauf. Und so beschloss ich, beim Einkauf bevorzugt griechische Produkte zu nehmen Und natürlich sollte es auch einen griechisches Gericht geben. Meine Wahl fiel auf Pastitsio, einen griechischen Nudelauflauf, ähnlich wie Moussaka, nur halt mit Makkaroni an Stelle von Auberginen.

griechische Produkte

griechische Produkte

Die Bilanz meines Einkaufs fiel allerdings mehr als enttäuschend aus. Ich habe so gut wie keine griechischen Produkte gefunden. In der Gemüseabteilung absolute Fehlanzeige: Obst und Gemüse kommen aus Ägypten, Holland, Marokko, Israel, Spanien… nur nicht aus Griechenland. Beim Käse sah es kaum besser aus. Lediglich beim Feta von Patros stand drauf, dass er aus griechischer Ziegenmilch hergestellt wurde. An der Käsetheke gab es dagegen genau Null Käse aus Griechenland – also musste ich Greyerzer statt Kefalotiri für den Pastitsio nehmen. Und so ging es dann weiter: Pasta, Wurst, Fleisch, Fisch, Obst- und Gemüse-Konservern. Nichts auf dem Griechenland als Herkunftsland stand – nicht einmal bei den kleinen Kritharaki-Nudeln. Etwas besser sah es dann bei Oliven und Olivenöl aus. Da gab es etliche griechische Produkte und so wanderte eine Flasche kretisches Olivenöl in meinen Einkaufswagen. Aber zumindest ein griechischer Wein sollte doch noch zu finden sein. Genau gesagt gab es sogar 5 – ungefähr soviel wie aus Ungarn, der Schweiz oder Tirol – einen Likörwein, zwei Rotweine und zwei Weißweine. Der eine Weißwein war lieblich, der andere eine Retsina und dessen Harzton mag ich überhaupt nicht. Also nahm ich die beiden Rotweine und den Likörwein mit. Der kretische Rotwein hat mir richtig gut gefallen. Die 0,75-l-Flasche für 2,99 € geht in Ordnung. Anders sah das mit den übrigen Produkten aus: Der Feta war teuer und hat mir geschmacklich deutlich weniger gefallen, als der preiswertere bulgarische direkt im Fach daneben – wieder mal ein Beispiel für ein überteuertes Markenprodukt, wo man wohl mehr wert auf Werbung als auf Qualität zu legen scheint. Das gleich gilt für das Olivenöl, deutlich teurer als das gut getestete von Aldi und geschmacklich weniger ansprechend.

Auch wenn das jetzt nicht unbedingt repräsentativ war.  Aber bei mir bleibt als Fazit: griechische Produkte sind kaum im Supermarkt anzutreffen. Und wenn dann sind sie eigentlich zu teuer im Vergleich zu den Konkurrenzprodukten. Da dürften die Griechen noch einen weiten, steinigen Weg vor sich haben.

So, jetzt aber zum Rezept. Das ist richtig lecker. Man sollte es aber unbedingt mit Lammhack (das kam übrigens aus Neuseeland) machen und Rinderhack nur im äußersten Notfall nehmen. Es ist einfach ein anderer Geschmack.

Zutaten
  • 250 g Makkaroni
  • 1 Zwiebel
  • 250 g Lammhackfleisch (Rinderhack geht zur Not auch)
  • 1/2 Dose (= 200 g) gehackte Tomaten
  • 50 ml trockener, kräftiger Weißwein (ein Müller-Thurgau passt sehr gut)
  • 3 EL Olivenöl
  • 1-2 EL Tomatenmark
  • 1/2 Bund frische glatte Petersilie
  • 1/2 TL gemahlener Piment
  • 1/2 TL gemahlener Zimt
  • schwarzer Pfeffer
  • Salz
  • 60 g geriebener Kefalotiri (alternativ: Greyerzer)
Griechische Béchamelsoße
  • 375 ml Vollmilch
  • 30 g Butter
  • 40 g Weizenmehl (Type 405)
  • 2 Eier Größe M
  • 30 g frisch geriebenen Kefalotiri (alternativ Greyerzer)
  • 1-2 EL Zitronensaft
  • Muskatnuss
  • Pfeffer
  • Salz

Weiterlesen

Winter ohne Pesto? Muss nicht sein! Es gibt doch Spinat-Pesto!

Spinat-Pesto mit Spaghetti

Spinat-Pesto mit Spaghetti

Genau so ist es. Basilikum ist zwar verfügbar, hat aber längst nicht die Klasse des Sommers. Eine Alternative muss her. Sie muss nicht grün sein, aber wenn sie grün ist, schadet’s auch nichts. Ich habe Pesto diesmal mit Spinat probiert. Ganz wichtig ist, dass man den Blattspinat nur ganz frisch verwendet, damit sich Nitrat nicht in Nitrit umwandelt. Dann hat man eine wunderbar, frische Spinat-Pesto, die auch zwei Tage noch saftig grün und frisch bleibt. Und sie hat einen schönen Spinatgeschmack, der aber nicht so intensiv ist, wie bei gekochtem Blattspinat. Viel Spass beim Nachkochen!

 Zutaten
  • 2 Hände voll frischer Blattspinat
  • 6 Esslöffel Olivenöl
  • 2 Knoblauchzehen
  • 2 Teelöffel Pinienkerne
  • 4 Esslöffel frisch geriebener Parmesan
  • Pfeffer und Salz

Weiterlesen

Artischocken-Rinderfilet-Spiesse mit Espresso-Risotto

Artischocken-Rinderfilet-Spiesse mit Espresso-Risotto

Artischocken-Rinderfilet-Spiesse mit Espresso-Risotto

Authentische Wintergerichte zu kreieren finde ich garnicht so einfach. Garnicht winterlich finde ich jetzt Zubereitungen mit typischen Sommergemüse, wie Tomaten. Nun gut könnte man sagen, die gibt’s auch in der Dose oder getrocknet. Winterlich sind für mich, auch von der Textur her, Artischocken. Robust, nicht einfach in der Zubereitung und im Geschmack haben sie etwas morbides, das ist schon nicht mehr nur Herbst. Auch wenn ich weiss, das meine Artischocken aus einem spanischen Treibhaus kommen, auch in Spanien ist Winter! Auf jeden Fall ist das Espresso-Risotto, das ich bei Chezuli, einem Blogkollegen gefunden habe, im Geschmack sehr winterlich und hat nichts mit einem sommerlichen Risotto zu tun. Bei Chezuli gab es dazu ein Rinderfilet. Ich habe die Artischocken mit dem Rinderfilet verheiratet und daraus einen Artischocken-Rinderfilet-Spiess gemacht. Die Peperonata gibt einen frischen, etwas schärferen Kontrast zu den vorherrschenden Wintergeschmacksnoten.

 Zutaten für 2 Personen
  •  1 Rinderfilet
  • 1 grosse Artischocke, oder 2 kleine Artischocken
  • 150 g Arborio-Reis
  • 1 doppelten Espresso
  • 500 ml Gemüsebrühe
  • 1/4 Knoblauchzehe
  • 8 Esslöffel Olivenöl
  • Pfeffer und Salz

Für die Peperonata, siehe Rezept

Weiterlesen

Die beste Tomatensoße für den besten Pizzateig

Zu dem neuen Pizzateig-Rezept habe ich auch eine neue Pizza-Tomatensoße ausprobiert. Die Unterschiede zu meiner bisherigen Pizzasoße sind vor allem die deutlich längere Kochzeit und dass die Zwiebel mitgekocht wird aber nicht drin bleibt. Ach ja und die Lorbeerblätter. Um diese Jahreszeit nehme ich natürlich keine frischen Tomaten, da sind die Dosentomaten allemal aromatischer und preiswerter. Die Soße passt übrigens nicht zur zu Pizza, sondern auch zu Pasta. Dann würde ich sie allerdings nicht pürieren. Da die Menge recht reichlich ist, habe ich einen Teil portionsweise eingefroren. Bei Gelegenheit will ich auch mal ausprobieren, eine fertig geformte mit Käse belegte und mit Soße bestrichene Pizza einzufrieren. Wenn die genauso gut wird, wie eine frisch zubereitete, wäre das eine Alternative zu Fertigpizzas – die ich ja nur kaufe, wenn mir die Zeit nicht reicht selber eine zu machen.

Zutaten
  • 1 kg frische Tomaten oder 2 Dosen á 400 g ganze, gehackte oder passierte Tomaten
  • 1/2 Bund Basilikum
  • 2 EL frische Oregano-Blätter (oder 1 EL getrockneter Oregano)
  • 4-5 Knochblauchzehen
  • 1 große Zwiebel
  • 1-2 Lorbeer-Blätter
  • 2 EL Olivenöl
  • Salz
  • Pfeffer
  • Prise Zucker

Weiterlesen

Der (bisher) beste Pizzateig

Foto: Fertige Pizza aus "dem pefekten Pizzateig"

Fertige Pizza aus „dem pefekten Pizzateig“ (hier: Thunfisch-Zwiebel)

Manchmal lohnt es sich, alte Gewohnheiten aufzugeben. Nicht, dass meine Pizzas, die ich bisher gemacht habe, nicht geschmeckt hätten. Aber der Teig ist mir nie so gelungen wie in einer guten Pizzeria. Mal war er im Geschmack zu hefig, dann wieder zu weich oder nach dem Backen zu dick. Ein anderes Mal riss er wenn man ihn zu dünn ausrollte. Und nie hatte er die Konsistenz, dass man ihn durch das Werfen von einer Hand auf die andere irgendwie in einen großen runden Pizzateigfladen hätte formen können. Kürzlich bin ich dann auf die Webseite www.perfekte-pizza.de gestoßen. Dort wird sehr ausführlich die Zubereitung eines „perfekten“ Pizzateiges beschrieben. Wobei das „perfekt“ vom Autor so gemeint ist, dass er seinen Teig perfektioniert und nicht, dass es der absolut perfekte Teig ist. 😉

Tatsächlich war das Ergebnis schon beim ersten Versuch sehr überzeugend. Der Teig war geschmeidig und dennoch so fest, dass er auch dann nicht riss, wenn man ihn dünn ausformte. Nach dem Backen war der dick ausgeformte Rand locker und knusprig. Die Teigdicke war mit ca. 5 mm optimal. Das Geheimnis liegt nicht in den Zutaten. Ich hatte einfachstes 405er Mehl, normale Backhefe, Wasser und Salz verwendet – kein „Spezial-Pizzamehl“ oder Ähnliches. Entscheidend ist offenbar das mehrfache Gehen, Stehen und Kneten des Teiges und die sehr lange Gehzeit. Bisher lag bei mir die längste Gehzeit bei zwei Stunden – manchmal sogar nur bei 30 Minuten. Klar, dass man dann mehr Hefe braucht, die man auch schmeckt, und der Teig sich eben wie ein herkömmlicher Hefeteig verhält.

Einziges Manko bei meinem ersten Versuch mit dem neuen Pizzateig: durchgängig knusprig war die Pizza nicht geworden. In der Mitte blieb der Teig eher weich. Ich denke das lag daran, dass ich keinen Pizzastein zum Backen habe. Mal schauen, ob ich mir so ein Teil nicht doch zulege.

Die Hälfte des fertigen Teiges habe ich übrigens in drei Fladen portioniert eingefroren. Ich bin gespannt, wie die Pizza mit dem tiefgefrorenen Teig wird und werde darüber berichten.

Zutaten
  • 1 kg Mehl (einfaches Typ 405 genügt)
  •  625 ml kaltes Wasser
  • 1/4 Hefewürfel (das sind ca. 10 g)
  • 3 gestrichene Teelöffel Salz

Weiterlesen

Eingedeutscht: Kalbs-(oder Schweine-)Schnitzel in Marsalasoße

Foto: Schweineschnitzel in Marsalasoße mit Spätzle

Schweineschnitzel in Marsalasoße

Eigentlich wollte ich italienisch kochen und habe mir ein Rezept für „Scaloppine al Marsala (Kalbsschnitzel an Marsalasoße)“ rausgesucht. Aber irgendwie ist es mir dann doch eher „deutsch“ geraten. 😉 Zum einen, weil ich vor dem Wochenende keine Kalbsschnitzel mehr bekommen habe und deshalb auf Schweineschnitzel ausgewichen bin. Dann sollte die Soße am Ende mit kalter Butter gebunden werden. Nachdem ich damit aber erst kürzlich ein wenig befriedigendes Ergebnis erzielt hatte und mit die Soße auch etwas zu streng schmeckte, habe ich die Schnitzel vor dem Braten mehliert und zum Schluss einen halben Becher Crème fraîche hineingegeben. Mit einer Prise Zucker und etwas Zitronensaft wurde es dann eine ausgesprochen leckere und cremige Soße. Ach ja, die Spätzle als Beilage sind jetzt auch nicht gerade italienisch, passen aber hervorragend. Alternativ wären sicher Tagliatelle nicht schlecht oder auch Kartoffeln. Und als Gemüsebeilage vielleicht etwas Broccoli? Aber der sah so im Supermarkt traurig aus, dass ich darauf verzichtet habe. Soviel zu meinem Versuch italienisch zu kochen ;-). Hier das Rezept für die eingedeutschten „Scaloppine al Marsala“:

Zutaten
  • 600 g Kalbsschnitzel (oder Schweineschnitzel) dünn geschnitten
  • Salz
  • Pfeffer
  • 1 Knoblauchzehe
  • 4 EL Mehl
  • 3 EL Olivenöl
  • 3 EL Butter
  • 200 ml trockener Marsala
  • 100 g Crème fraîche
  • 1 Zitrone
  • 6-8 Zweige Basilikum
  • Prise Zucker
zum Garnieren
  • etwas glatte Petersilie
  • ein paar Zitronenscheiben

Weiterlesen

Gefüllte Hähnchenbrust sizilianisch mit Vanillesahnesoße

Foto: Hähnchenbrust mit sizilianischer Füllung in der Pfanne

Hähnchenbrust mit sizilianischer Füllung

Nachdem die letzten Wochen vor Weihnachten einigermaßen stressig waren, blieb mir nur wenig Zeit zum Kochen. So kamen meist schnelle, bewährte Gerichte auf den Tisch. Einmal sogar, ich muss es gestehen ;-), ein Fertiggericht aus der Tiefkühltruhe. Aber am Freitag war der Stress dann vorbei. Erholsame Feiertage und ein paar zusätzliche freie Tage zwischen den Jahren standen an. Und so hatte ich genug Muße, um mal wieder etwas aufwändiger zu kochen. Diese gefüllte Hähnchenbrust hatte ich schon eine Weile auf meiner Nachkochliste stehen. Das Rezept ist nicht besonders schwierig. Lediglich das Aufschneiden, Füllen und Aufrollen der Hähnchenbrust ist etwas tricky. Im Rezept stand, dass die Rollen durch den Parmaschinken von alleine halten. Das stimmte nicht so ganz. Bei einer Rolle ist mir ein Stück Schinken beim Wenden abgerissen (man sieht es auf dem Foto oben). Später ist diese Rolle dann aufgegangen und die Füllung quoll hervor. Beim nächsten Mal werde ich sie doch lieber mit Küchengarn umwickeln.

Diese Hähnchenbrustrollen lassen sich gut schon Vortag vorbereiten. Wenn sie am gleichen Tag zubereitet werden, sollte man sie auf jeden Fall mindestens zwei Stunden im Kühlschrank durchziehen lassen, damit die Füllung ihr Aroma entfalten kann. Auch für die Soße sollte man sich Zeit nehmen und diese während die Rollen im Ofen braten auf kleiner Flamme simmern lassen.

Zutaten
  • 2 Hähnchenbrüste à 200 g
  • 6 grosse Scheiben Parmaschinken
  • 2 EL Olivenöl
für die Füllung
  • 4 EL Semmelbrösel
  • 2 Schalotten
  • 1 EL Olivenöl
  • 2 EL Sultaninen
  • 2 EL Pinienkerne
  • 4 EL Marsala
  • 75 g Ricotta
  • 3 EL Parmesan
  • 1/2 TL weisser Pfeffer
  • 1/4 TL gemahlenen Koriander
  • 3 Salbeiblätter
  • Prise Muskat
  • 1/4 TL Orangenschale
  • Salz
für die Soße
  • 1 Schalotte
  • 1 EL Olivenöl
  • 75 ml Marsala
  • 150 ml Hühnerbrühe
  • 1 kleine Vanilleschote
  • 150 ml  süße Sahne

Weiterlesen

Gefüllte Hähnchenbrust sizilianisch mit Vanillesahnesoße

Jürgen 15:06